Landfrauen sind im Allgäu unterwegs

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Erleben einen interessanten Tag im Allgäu: die Landfrauen.
Erleben einen interessanten Tag im Allgäu: die Landfrauen. (Foto: landfrauen tannau/Obereisenbach)
Schwäbische Zeitung

Die Tannauer Landfrauen sind kürzlich in Zusammenarbeit mit dem Bildungs- und Sozialwerk der Landfrauen zur jährlichen Bildungsfahrt aufgebrochen. Es ging nach Thalkirchdorf zur Allgäuer Handweberei. Dort wurden die Frauen von der Firmenbesitzerin in Empfang genommen. In zwei Gruppen wurden die Gäste durch das Unternehmen geführt.

Die Handweberei gibt es seit 1927. Bis heute ist sie im Besitz der Familie Hense. Heute präsentiert sich die Allgäuer Handweberei als ein marktorientiertes und leistungsfähiges Unternehmen mit 40 Mitarbeitern. Im Inland wie im Ausland erfreuten sich die handgewebten Erzeugnisse aus Thalkirchdorf großer Beliebtheit, heißt es in einer Pressemitteilung der Landfrauen.

Die Produktpalette der Allgäuer Teppichmanufaktur besteht aus Woll- und Baumwoll-Teppichen. Es finden nur Rohmaterialien Verwendung, die „ökologisch unbedenklich als auch qualitativ unübertroffen“ seien. Die Manufaktur verwendet fast ausschließlich Wolle aus Neuseeland aufgrund ihrer weißen Farbe, Feinheit und Fasersprungkraft. Braune Wolle, die auch verarbeitet wird, stammt aus Schottland. Im Monat werden etwa fünf Tonnen Rohware zu Teppichen verarbeitet. Auch alle Farbstoffe, es sind 68 Farben, die zum Einsatz kommen, sind ökologisch unbedenklich.

Am Nachmittag ging die Fahrt weiter zur Firma Primavera nach Oy-Mittelberg. Dort hatten die Frauen zunächst die Möglichkeit, sich im 600 Quadratmeter großen Verkaufsareal einen ersten Einblick zu verschaffen. Die Firma stellt „Naturprodukte in erlesener Qualität im verantwortungsvollen Umgang mit der Natur“ her, schreiben die Landfrauen. Deshalb werden zur Herstellung dieser Öle ausschließlich naturreine Pflanzenstoffe verwendet. Ätherische Öle werden als winzige Öl-Tröpfchen unter anderem in Blüten, Blättern, Stängeln und Wurzeln der Pflanzen gespeichert. Die geernteten Pflanzenteile werden in den verschiedensten Ländern der Welt sofort nach der Ernte in der Destille vor Ort destilliert. Danach kommen die Destillate zum Sitz der Firma in Oy-Mittelberg. Diese natürlichen Destillate werden bei Primavera zunächst getestet und analysiert. Später werden sie als ätherische Öle, Bio-Pflegeöle und Bio-Pflanzenwasser abgefüllt, erfuhren die Landfrauen.

Nach der Führung konnten die Frauen noch im Duft- und Naturkosmetikshop einkaufen oder einen Spaziergang durch den weitläufigen Rosen- und Heilkräutergarten genießen.

Auf dem Weg nach Hause machten die Landfrauen in Leonhardts Stallbesen in Humbrechts halt. Im gemütlichen und rustikalen Ambiente des Stallbesens konnten die Landfrauen den Abschluss der Lehrfahrt mit gutbürgerlicher Küche genießen. Wohl gestärkt, zufrieden mit dem gelungenen Tag, den vielen Eindrücken und Infos und manch gutem Duft in der Tasche ging es schließlich zurück.

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