Frauen basteln für die Tannauer Gemeinde

Lesedauer: 4 Min
 Ein Teil des Adventsbasar-Teams mit Pfarrvikar Anand   Rajamma-Das und Pfarrer Simon Hof.
Ein Teil des Adventsbasar-Teams mit Pfarrvikar Anand Rajamma-Das und Pfarrer Simon Hof. (Foto: Olaf E. Jahnke)
Olaf E. Jahnke

Wer künstlerisch gestalteten Adventsschmuck sucht, kann am Samstag, 30. November, den Adventsbasar bei der Tannauer Kirche besuchen. Dieses Jahr werden dort zum 19. Mal selbstgebastelte Kunstwerke verkauft.

Der von den Tannauer Frauen gestaltete Adventsschmuck ist begehrt. „Ab 13 Uhr geht es los – aber meistens sind da schon etliche Menschen vor der Türe“, berichtet Cilly Müller. Wie viele Kunstwerke genau produziert werden, ist noch nicht ganz klar – aber eines doch: „Oft schon war es total ausverkauft, dann haben wir nichts – oder nur noch Reste – für unsere Familien mit nach Hause nehmen können“, sagt Anita Gutensohn. Der Erlös, den das Adventsbasar-Team erwirtschaftet, geht seit Beginn des Adventsbasars an die katholische Kirchengemeinde Tannau, sei es für die neue Aussegnungshalle, für einen Rasenmähertraktor oder für einen neuen Weg auf dem Friedhof.

Die Vorbereitungsrunde ist schon seit Anfang November im Einsatz. An den ersten Tagen fangen die fünf Organisatorinnen und bis zu fünf Helferinnen erst damit an, Kränze zu binden oder Gesteck zusammenzustellen. Später kommt die Dekoration an die Reihe. In der Adventswerkstatt haben sich am Mittwoch auch Pfarrer Simon Hof und Pfarrvikar Anand Rajamma-Das eingefunden. Sie freuen sich über das Engagement der Gemeinde, bekommen Schürzen umgebunden und dürfen auch gleich mithelfen.

Die Gesteck- oder Kranzqualität ist hoch, auch wenn die meisten Materialien gespendet sind. „Wir haben eine Floristin dabei“, ist zu erfahren. Beim geschickten Kranzen zeigt sich das langjährig erworbene Können der Damen. Und das kreative Zubehör? Die Ideen dafür kommen oft von Karin Huster. Damit wird dann Otto Geissler eingewiesen, der scherzhaft „Holzwurm“ genannte, männliche gute Geist im Team, der für alle Holz- und Metallarbeiten zuständig ist, auch wenn manche Dekoration hinzugekauft wird. Das Adventsbasar-Team weist darauf hin, dass verschiedene Spender-innen jede Menge Weihnachtsgebäck backen. Um in Adventsstimmung zu kommen, könne man am Samstag im Gemeinderaum noch bei gemütlichem Beisammensein Kaffee oder Glühwein trinken, die neben Gebäck und Kuchen angeboten werden.

Die alte Werkstatt und Scheune bei Familie Pfeffer in der Krumbacher Straße wird heuer wohl zum letzten Mal benutzt, ein Abriss steht bevor. „Leider wissen wir nicht, wo wir den 20. Adventsbasar vorbereiten sollen“, sagt Anita Gutensohn, die erwähnte Floristin. Sie ist wie Cilly Müller von Anfang an dabei. Schön wäre es, wenn jemand aus Tannau oder Umgebung für zwei bis drei Wochen vor dem ersten Advent Räumlichkeiten zur Verfügung stellen könnte, wünscht sich das Adventsbasar-Team. Ein beheizter Raum für die Arbeiten sowie ein Lagerraum mit Platz für viele Gestecke und Kränze wäre praktisch.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen