Zwei Österreicher machen den 1. FC Nürnberg froh

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Nürnbergs Trainer Damir Canadi
Nürnbergs Trainer Damir Canadi jubelt nach dem 1:0 Sieg. (Foto: Robert Michael / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Dieser Auftaktsieg des 1. FC Nürnberg war „made in Austria“. Der Österreicher Damir Canadi konnte mit dem 1:0 (0:0) bei Dynamo Dresden einen optimalen Trainer-Einstand im deutschen Fußball bejubeln - auch dank eines Landsmannes. Neuzugang Nikola Dovedan köpfte am Samstag in der 53. Spielminute im Rudi-Harbig-Stadion zum Zweitliga-Auftakt das Siegtor für den „Club“. Danach verkündete der Matchwinner, der vom FC Heidenheim kam: „Wir wollen oben mitspielen.“

Das Gefühl eines Auswärtssieges kannten beim Bundesliga-Absteiger viele schon gar nicht mehr. Schließlich war es der erste seit dem 2:0 beim SV Sandhausen im Aufstiegsjahr 2018. „Wir freuen uns über diesen ersten Sieg“, sagte der 49 Jahre alte Canadi, der seiner Mannschaft am Samstag eine „taktisch hervorragende Leistung“ attestierte.

Eine Offenbarung war der Auftritt vor 29 753 Zuschauern noch nicht. Dresdens Coach Christian Fiel beklagte eine aus seiner Sicht „sehr unverdiente Niederlage“. Aber die Effektivität der Gäste entsprach eben einer Spitzenmannschaft, zu welcher der „Club“ nach dem doch gewaltigen Umbruch der Mannschaft allerdings erst noch reifen muss.

„Ich liebe solche Siege, weil die sich einfach geil anfühlen“, erklärte Torhüter Christian Mathenia. Wie wichtig der Verbleib der Nummer 1 für den FCN ist, zeigte sich gleich beim ersten Ernstfall der Saison. Mathenia hielt in dem heißen Spiel hervorragend.

In Euphorie verfielen die Nürnberger Profis nicht. „Spielerisch ist jede Menge Luft nach oben bei uns“, sagte Dovedan. Der 25-Jährige, der schon in Heidenheim ein Dresden-Schreck war, richtete den Fokus bei seiner Spielanalyse jedoch auf das Resultat: „Für uns zählt am Anfang nur der Sieg. Wir sind noch nicht eingespielt, haben viele neue Spieler. Jetzt war wichtig, dass wir gut starten.“

Eine Koproduktion zweier Neuzugänge führte zum Tor des Tages. Der eingewechselte Oliver Sorg, der von Hannover 96 gekommen war, flankte butterweich auf den Kopf von Dovedan. Und der nur 1,72 Meter große Österreicher vollendete. Die entscheidende Szene schilderte Dovedan so: „Super Flanke. Ich köpfe und sehe den Ball gar nicht. Als ich am Boden gelandet bin, habe ich aufgeschaut und sah den Ball im Netz.“

Neben Dovedan standen Asger Sörensen, Robin Hack und Tim Handwerker als drei weitere Neuzugange in der Startformation. Der erst spät verpflichtete Portugiese Iuri Medeiros kam noch nicht zum Einsatz, sondern saß 90 Minuten auf der Bank. „Auswärts gleich zu gewinnen und kein Tor zu kassieren - besser hätten wir es uns nicht ausmalen können“, resümierte Abwehrspieler Georg Margreiter.

Canadis Systemumstellung glückte. Die neuformierte Dreierkette hielt den Dresdner Angriffen stand. Nach dem geglückten Neuanfang darf sich der „Club“ auf das erste Heimspiel am 5. August gegen den HSV freuen.

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