Zollfahnder zerschlagen Schmugglerbande

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Sichergestellte Textilien
Sichergestellte Textilien (Foto: Zollfahndung München)
Lindauer Zeitung

Zollfahndern aus München und Nürnberg ist eine Bande ins Netz gegangen, die im großen Stil gefälschte Markenprodukte und Tabak geschmuggelt haben soll.

Den 21 vorwiegend türkischstämmigen Verdächtigen zwischen 27und 60 Jahren wird gewerbs- und bandenmäßiger Schmuggel von gefälschten Markentextilien und -parfümen sowie von unverzollten und unversteuerten Tabakwaren vorgeworfen, teilte das Zollfahndungsamt München am Montag mit. Demnach sitzen acht mutmaßliche Bandenmitglieder in Untersuchungshaft, ein weiterer befindet sich in Auslieferungshaft in Großbritannien. Gegen alle Beteiligten hat die Staatsanwaltschaft Augsburg Anklage erhoben.

Die erste Hauptverhandlung gegen sechs Angeklagte beginnt am heutigen Dienstag vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Augsburg. Wegen der umfangreichen Ermittlungen wurde die Anklage gegen die 15 weiteren Angeklagten in weitere zwei Verfahren abgetrennt.

Dem Zollfahndungsamt zufolge werden den Angeklagten 22 Fälle des banden- und gewerbsmäßigen Schmuggels vorgeworfen. Die Abgabenordnung sieht für jede einzelne Tat eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor.

Enge internationale Kooperation

Die Ermittler waren den mutmaßlichen Schmugglern bereits seit zweieinhalb Jahren auf der Spur. Dabei arbeiteten Nürnberger Fachleute für Produktpiraterie und Münchener Experten für Tabaksteuerhinterziehung zusammen. Gemeinsam bildeten sie die Ermittlungskommission „Fugger“. Bei den Ermittlungen arbeiteten sie eigenen Angaben zufolge intensiv mit den zuständigen Behörden in der Schweiz, Polen, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Italien und Großbritannien zusammen.

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