Zahl der gefährdeten Kinder in Bayern steigt

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Deutsche Presse-Agentur

Mehr als 2300 Kinder und Jugendliche in Bayern liefen 2017 nach Einschätzung von Jugendämtern akut Gefahr, in ihren Familien körperliche oder seelische Schäden zu erleiden. Das sind rund 100 Jungen und Mädchen mehr als im Jahr davor. In mehr als 2600 Fällen lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor, wie das Bayerische Landesamt für Statistik am Dienstag in Fürth mitteilte. Die häufigsten Gründe seien Anzeichen für Vernachlässigung oder eine psychische Misshandlung.

Die Jugendämter wurden am häufigsten von der Polizei, Gerichten oder Verwandten und Nachbarn auf eine mögliche Gefährdung hingewiesen. Zahlreiche Hinweise kamen auch von Schulen.

Insgesamt prüften Jugendämter im Freistaat knapp 16 000 Fälle. Betroffen waren etwas mehr Jungen (8073) als Mädchen (7680). Bei mehr als 5800 Kindern und Jugendlichen wurde zwar keine Gefährdung festgestellt, aber ein sogenannter Hilfebedarf etwa in Form einer Erziehungsberatung. In rund 5000 Fällen konnten die Ämter Entwarnung geben.

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