Wacker Chemie enttäuscht mit Gewinnprognose

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Das Firmenlogo der Wacker Chemie AG
Das Firmenlogo der Wacker Chemie AG ist vor der Firmenzentrale zu sehen. (Foto: Andreas Gebert/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Schwache Preise für den Solarindustrie-Grundstoff Polysilizium haben dem Chemiekonzern Wacher Chemie die Gewinnprognose für das laufende Jahr verhagelt. Die Bayern gehen trotz eines erwarteten höheren Polysiliziumabsatzes von einem Einbruch des Konzerngewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 10 bis 20 Prozent aus, wie sie am Dienstag in München mitteilten. Nach 930 Millionen Euro im Vorjahr entspricht das einem Rückgang auf 744 bis 837 Millionen Euro.

Mit dem Ausblick erwischte Wacker die Anleger auf dem falschen Fuß. Die Aktien sanken am Dienstagmittag um rund 10 Prozent, nachdem sie zum Wochenstart noch von der Hoffnung auf eine Erholung der Polysiliziumpreise profitiert hatten.

Neben einer schwachen Nachfrage im wichtigen chinesischen Markt infolge einer verringerten staatlichen Solarförderung hinterließ auch ein Produktionsausfall im US-Werk Charleston infolge einer Explosion im Jahr 2017 Spuren. Erst Anfang Dezember hatte die Produktion dort wieder die volle Kapazität erreicht.

Beim Umsatz rechnet der MDax-Konzern 2019 derweil mit einem Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich. Bei einer angenommenen Steigerung um 5 Prozent wären das etwa 5,2 Milliarden Euro nach 4,98 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

Neben höheren Verkaufszahlen im Polysilizium-Geschäft setzt Wacker dabei auf eine gute Entwicklung im Chemiegeschäft. So war 2018 etwa die Silikon-Sparte, die auch Dicht- und Schmiermittel für die Bau- und Autoindustrie herstellt, stark gewachsen. In der Polymer-Sparte für Bindemittel und Lackharze war der Umsatz 2018 zwar leicht gestiegen, allerdings hatten höhere Rohstoffkosten auf den Gewinn gedrückt.

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