Vier Festnahmen wegen organisierter Schwarzarbeit

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Deutsche Presse-Agentur

Einen großen Schlag haben Zollbeamte und eine Spezialeinheit des Zollkriminalamtes im Raum Ingolstadt gelandet: Bei Durchsuchungen mehrerer Firmen haben sie vier Männer wegen organisierter Schwarzarbeit im Tiefbaugewerbe festgenommen. Sie befinden sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Wie das Hauptzollamt in Augsburg am Dienstag mitteilte, durchsuchten etwa 250 Beamte von zwölf Hauptzollämtern in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Thüringen Ende September 35 Firmen. Davon fielen auf den Großraum Ingolstadt 30 Einsätze. Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten auch Schreckschusswaffen, Springmesser und Betäubungsmittel sicher.

Die Firmen sollen sich zusammengeschlossen haben, um gezielt den Einsatz von Arbeitskräften zu verschleiern. In den vergangenen sechs Jahren sollen so Sozialversicherungsbeiträge in Millionenhöhe nicht gezahlt worden sein. Gegen zwei der mutmaßlichen Drahtzieher des Schwarzarbeiter-Netzwerkes, einen 53-jährigen Deutschen und einen 54-jährigen Griechen, lagen den Beamten bereits vor der Durchsuchung Haftbefehle vor. Zwei weitere Männer, ein 37-jähriger Grieche und ein 59-jähriger Deutscher, wurden am Tag des Einsatzes Haftbefehle vollzogen, weil sie versucht hatten, auf wichtige Zeugen einzuwirken.

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