Verlobt im Gericht: Mutmaßlicher Schläger freigesprochen

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Eine Justitiafigur steht zwischen Holzhammer und Aktenordnern
Die modellhafte Nachbildung der Justitia steht zwischen einem Holzhammer und einem Aktenstapel. (Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Mit einem Freispruch und einer Verlobung hat ein Angeklagter sein Verfahren wegen der mutmaßlichen Misshandlung seiner Ex-Freundin verlassen. Der 45-Jährige musste sich vor dem Amtsgericht München verantworten, weil er die Frau mehrfach geschlagen haben soll. Das Opfer sagte jedoch, die beiden seien seit vier Jahren verlobt, wie das Gericht am Montag mitteilte.

Der Angeklagte sagte demnach: „Ich liebe Dich auch. Ich möchte Dich auch heiraten.“ Dann küsste er die Zeugin im Sitzungssaal. Die 54-Jährige soll entgegnet haben: „Der Antrag ist natürlich angenommen.“ Die Frau verweigerte daraufhin die Aussage und wurde aus dem Zeugenstand entlassen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Der Polizei hatte die Frau den Angaben zufolge nichts von einer Verlobung erzählt. Das Opfer begründete dies mit gesundheitsbedingten Gedächtnisstörungen. Andere Zeugen für die mutmaßlichen Angriffe auf die Frau gab es nicht, auch ein Nachbar konnte keine konkreten Angaben machen.

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