Verletzte von Würzburger Axt-Attacke haben geheiratet

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Deutsche Presse-Agentur

Edmund (31) und TungTung (29) haben gemeinsam einen Terroranschlag in einem Zug nahe Würzburg überlebt - nun hat das Paar aus Hongkong geheiratet. Die zwei feierten zunächst in einem Hongkonger Hotel eine Tee- und Geschenk-Zeremonie. Anschließend gaben sich Braut und Bräutigam in einem Restaurant das Ja-Wort, bevor am Samstag die Hochzeitsfeier mit etwa 150 Gästen stieg, wie Hans-Peter Trolldenier von der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Trolldenier ist seit dem Anschlag in regelmäßigem Kontakt mit dem Paar. Am 18. Juli 2016 waren die jungen Leute zusammen mit den Eltern der Frau und deren Bruder auf Urlaubsreise in Deutschland, als sie ein 17 Jahre alter Afghane in einem Zug mit einer Axt und einem Messer angriff. Das Paar wurde am Kopf schwer verletzt, der Vater am Bauch. Die Mutter kam mit leichten Verletzungen davon, der Bruder der Frau blieb körperlich unversehrt.

Der Attentäter entkam zunächst und verletzte noch eine weitere Frau. Polizisten erschossen ihn schließlich. Die Tat reklamierte später die Terrormiliz IS für sich. Es war der erste IS-Terroranschlag in Deutschland. Die Hochzeit war ursprünglich für Januar 2019 geplant gewesen, war aber wegen eines Trauerfalls verschoben worden.

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