U-Haft wegen illegalen Autorennens nach schwerem Unfall

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Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. (Foto: Arne Dedert / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Nach dem tödlichen Verkehrsunfall bei Eching (Landkreis Freising) wird gegen den Fahrer wegen eines illegalen Autorennens ermittelt. Der 19-Jährige sei in Untersuchungshaft, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. Bei dem Unfall am Montagabend war ein 20-Jähriger aus dem Auto geschleudert worden und gestorben. Über den Haftbefehl hatte zuerst die „Bild“-Zeitung berichtet.

Nach ersten Erkenntnissen war der Fahrer kurz vor der Auffahrt zur Autobahn 92 mit mehr als 200 Kilometer pro Stunde unterwegs. Er habe die Kontrolle über das Auto verloren, das daraufhin die Leitplanke durchbrach, gegen einen Baum prallte, sich überschlug und auf dem Dach liegen blieb. Der 20-Jährige, der nicht angegurtet auf der Rückbank saß, wurde dabei aus dem Auto geschleudert. Der Mann erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.

Der Fahrer und zwei andere Mitfahrer im Alter von 18 Jahren wurden leicht bis mittelschwer verletzt. Der Fahrer sei bereits am Vortag durch seine verkehrswidrige Fahrweise im Stadtgebiet Neufahrn aufgefallen und beanstandet worden, so die Polizei. Nach Paragraf 315d Strafgesetzbuch drohen bis zu zehn Jahre Haft, wenn ein Mensch bei einem Autorennen ums Leben kommt.

§315d Verbotene Kraftfahrzeugrennen

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