Tierschutz-Verstöße in Landsberg am Lech festgestellt

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Deutsche Presse-Agentur

Nach mehreren Tierschutz-Verstößen im Allgäu haben die Behörden auch in Oberbayern schwere Mängel auf einem Rinderhof festgestellt. Die Tiere seien „erheblich vernachlässigt“ worden, wie die Sprecherin des Landratsamts Landsberg am Lech, Anna Diem, am Mittwoch mitteilte. Zuvor berichtete die „Augsburger Allgemeine“. Einige der Kühe und Kälber seien stark abgemagert und verdreckt gewesen. Zudem sei die Klauenpflege vernachlässigt worden. Lebensbedrohlich war die Situation für die Tiere laut Landratsamt nicht.

Der Betrieb im nördlichen Landkreis sei dem Veterinäramt bereits vor mehreren Jahren aufgefallen. Vergangenes Jahr habe man gegen den Landwirt ein „Rinderhaltungs- und Betreuungsverbot“ ausgesprochen. Daraufhin hat ein anderer Bauer den Hof übernommen. Da sich die Zustände nicht verbessert hätten, werde mehr als die Hälfte der knapp 80 Tiere seit Dezember 2019 auf einem Hof in Penzing (Landkreis Landsberg am Lech) betreut. Dieser wird für solche Fälle vom Landratsamt gepachtet. „Es wurden nicht alle Tiere erheblich vernachlässigt, aber wir werden weiterhin genau hinschauen“, sagte Diem.

Seit Monaten werden immer wieder Tierschutz-Verstöße von Rinderhaltern öffentlich bekannt. Gegen drei Allgäuer Milchviehbetriebe ermittelt derzeit die Staatsanwaltschaft Memmingen. Im Dezember vergangenen Jahres mussten auf einem anderen Hof im Allgäu sechs Tiere eingeschläfert werden. Einem weiteren Halter aus dem Oberallgäu droht ein Tierhaltungsverbot, weil Veterinäre wiederholt unterernährte Tiere und Rinder mit Klauenproblemen vorgefunden hatten.

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