Tausende Muslime feiern Ramadan

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Mondsichel über einer Moschee
Die dünne Sichel des Mondes steht über der Jama Moschee in Neu Delhi. (Foto: Rajat Gupta/EPA/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Für Tausende Muslime in Bayern beginnt in den kommenden Tagen der Fastenmonat Ramadan. Als Termin wurde dafür der 5. oder 6. Mai berechnet - tatsächlich ausgerufen wird der Fastenmonat, sobald nach dem Neumond die Sichel des zunehmenden Mondes erscheint. Der Landesvorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Mohamed Abu El-Qomsan, schätzt die Zahl der Moscheegemeinden im Freistaat auf etwa 300, die der Gemeindemitglieder auf rund 300 000.

Der Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender. Er hat für Muslime eine zentrale Bedeutung. Während dieses Monats, der 29 oder 30 Tage dauert, ist nach dem Koran das Fasten eine der Hauptpflichten für die Gläubigen. Dann verzichten Muslime in der Regel von der Morgendämmerung bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und Sex. Zudem sollen sie besonders darauf achten, keine Sünden zu begehen. Der Ramadan verschiebt sich jedes Jahr um zehn bis elf Tage nach vorn. Gelehrte der weltweiten Glaubensgemeinschaften berechnen den Fastenmonat nach verschiedenen Methoden.

In Bayern sind mehrere große Veranstaltungen geplant, wie Abu El-Qomsan der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. So organisiere der Muslimrat München ein gemeinsames Fastenbrechen im Freien am 25. Mai im Luitpoldpark mit Theatervorstellungen, musikalischen Einlagen und Rezitationen aus dem Koran. In Nürnberg plane der Arbeitskreis Muslime vom 24. bis 26. Mai ein Fastenbrechen in der Stadtmitte. Eine Adresse und der genaue Ablauf seien noch nicht herausgegeben worden.

Infos zum Zentralrat der Muslime

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