Tausende illegale Tiertransporte in Bayern gestoppt

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Fünf Welpen in einem Käfig
Fünf Welpen sitzen in einem Käfig in einem von Schleierfahndern angehaltenen Fahrzeug. (Foto: Armin Weigel/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
lby

Viele Hundewelpen und Katzen, aber auch Erdmännchen, Affen und ein Alpaka: Mehrere Tausend Tiere sind in den vergangenen Jahren illegal nach Bayern transportiert worden. Das geht aus einer Antwort der Staatsregierung auf eine schriftliche Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Rosi Steinberger hervor.

Demnach wurden im Freistaat seit 2011 etwa 2600 Hunde und Hundewelpen sowie rund 200 Katzen und Katzenjunge sichergestellt. Insgesamt gab es rund 5000 illegale Tiertransporte. Die Zahlen beruhen auf Angaben der Kreisverwaltungsbehörden, wie es in der Antwort heißt. Die Behörden verhängten in vielen Fällen Bußgelder gegen die jeweiligen Fahrer oder Halter, mal blieb der Transport auch ohne Folgen.

Auffällig: Allein in Passau wurden den Angaben zufolge in diesem Zeitraum 4380 illegale Tiertransporte gestoppt. Die Beamten entdeckten dabei neben zahlreichen Hunden und Katzen auch Leguane, ein Alpaka, ein Känguru und Schlangen. Die hohe Zahl komme wegen der Grenzkontrollstelle an der Autobahn 3 zustande. Viele Schmuggler kämen aus Österreich und müssten über Passau nach Deutschland, erklärte Bettina Mittler vom dortigen Tierheim.

Die Tierschutz-Stiftung Vier Pfoten forderte angesichts der Zahlen, dass die Herkunft von Tieren lückenlos nachvollziehbar sein müsse. Dafür brauche es eine europaweit verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung, sagte Daniela Schneider von Vier Pfoten Deutschland laut einer Mitteilung des Vereins. Regelmäßig würden Welpen unter katastrophalen Bedingungen in Osteuropa gezüchtet und dann in engen Transportboxen illegal nach Deutschland gebracht.

Schriftliche Anfrage an die Staatsregierung mit Antwort

Reaktion von Vier Pfoten

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