Leverkusen mit 1:1 in Augsburg: Spätes Tor als Mutmacher

Jeremie Frimpong und Mads Pedersen
Leverkusens Jeremie Frimpong und Augsburgs Mads Pedersen (l-r.) kämpfen um den Ball. (Foto: Tom Weller / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Christian Kunz

Trotz des nächsten Rückschlags im Kampf um die Champions League überwog bei Bayer Leverkusen und Pechvogel Niklas Lomb die Erleichterung. Der Ersatztorhüter freute sich besonders über den Last-Second-Ausgleich von Retter Edmond Tapsoba, doch wegen seines großen Missgeschicks entwich ihm nach dem 1:1 (0:1) beim FC Augsburg auch ein Seufzer. „Das ärgert mich natürlich brutal, dass ich so gepatzt habe“, sagte der 27-Jährige. „Die Mannschaft hat versucht, mir zur helfen. Das haben sie mit dem Ausgleich in letzter Sekunde geschafft. Schade, dass es nur zu einem Punkt gereicht hat.“

Nach nur drei Siegen in den vergangenen 13 Pflichtspielen verliert Leverkusen den Anschluss an die Königsklassen-Ränge. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf den VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt. „Unser Anspruch ist ein anderer. Wir wollen hier gewinnen“, sagte Trainer Peter Bosz. „Aber wenn man den Spielverlauf sieht und wie die Jungs bis zum Ende gekämpft haben - Kompliment an die Spieler.“

Gerade dieses späte Tor soll jetzt der Mutmacher für die kommenden Aufgaben sein, bei denen am Donnerstag das Europa-League-Rückspiel gegen Young Boys Bern als erste Prüfung ansteht. „Das Spiel zu gewinnen wäre sinnvoll - am liebsten zu Null“, sagte Sven Bender, der am Sonntag in Augsburg erstmals seit drei Monaten wieder in der Startelf stand. Nach dem verrückten Achterbahn-Spiel beim 4:3 in der Schweiz würde ein Zu-Null-Sieg die nächste Runde bringen.

„Wenn wir unser ganzes Potenzial ausschöpfen, können wir jeden Gegner bestehen. Das müssen wir 90 Minuten zeigen“, sagte Bender. Das hatte Bayer in Augsburg vor, doch das frühe Gegentor war der kräftige Stimmungsdämpfer. In so einer Phase lasse dann der eine oder andere erstmal den Kopf hängen, sagte Bosz. „Wir sind Menschen, und das ist menschlich in der Phase, in der wir sind.“ Doch die Reaktion machte den Niederländer froh. „Das wollen wir mitnehmen in die Spiele, die kommen“, sagte Bosz.

Lomb blickte dankbar in Richtung Retter Edmond Tapsoba. Durch den Ausgleich des Abwehrspielers in letzter Sekunde fiel sein schwerer Patzer weniger stark ins Gewicht. „Lombo weiß selber, dass das ein Fehler von ihm war“, sagte Bosz und nahm den Keeper in Schutz.

Nach einem Rückpass von Timothy Fosu-Mensah hatte der für verletzten Lukas Hradecky erneut aufgebotene Lomb am Ball vorbeigetreten. Niederlechner hatte keine Mühe, aus kurzer Distanz zum dritten Saisontor einzuschieben. Nachdem der 27-jährige Lomb keinen der sechs zuvor in nur 135 Minuten kassierten Treffer zu verschulden hatte, ging dieses Tor einzig auf seine Kappe. Ob und wann Hradecky zurückkehrt, ließ Bosz offen. Der Stammkeeper wird weiter untersucht.

Die Werkself-Delegation ist zuversichtlich, dass das durch das 1:2 gegen den FC Bayer zum Jahresabschluss 2020 aus dem Tritt gekommene Team wieder erfolgreicher abschneidet. „Wir sind momentan in einer Situation, die nicht einfach ist. Uns fehlt vielleicht ein bisschen die Leichtigkeit für uns Spieler“, sagte Bender. Das betonte auch Bosz. Offensive oder Defensive seien nicht das Problem, befand der Coach. „Das Problem sind die Punkte momentan. Wir müssen das drehen und haben hoffentlich heute einen Anfang damit gemacht.“

© dpa-infocom, dpa:210221-99-532936/5

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