Tötung mit Armbrust? Gutachten soll Gewissheit bringen

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Deutsche Presse-Agentur

Im Passauer Armbrust-Fall soll ein Gutachten unter anderem die Frage klären, ob ein Mensch sich mit einer Armbrust selbst töten kann. „Wir sind uns sicher, dass das möglich war“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau am Donnerstag. „Es geht darum, das wasserdicht abzusichern.“ Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

Mitarbeiter einer Pension in Passau hatten am Samstag einen 53-Jährigen sowie zwei 33 und 30 Jahre alte Frauen tot gefunden. Die Ermittler gehen von Tötung auf Verlangen beziehungsweise Suizid aus. Alles deutet demnach darauf hin, dass die 30-Jährige die zwei anderen und sich selbst mit Armbrustpfeilen erschossen hat.

In der Pension entdeckten die Ermittler drei Waffen. Es handele sich dabei nicht um hölzerne, mittelalterliche Armbrüste, sondern um moderne Sport- oder Freizeitwaffen, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter. Zwei kleinere von ihnen seien etwa einen halben Meter lang, eine größere 80 Zentimeter bis einen Meter lang.

Viele Fragen sind in dem Fall weiter offen. „Was ist Tatsache, was Gerücht, was Wichtigtuerei?“, sagte der Sprecher. Die Behörden ermitteln unter anderem zum Motiv und überprüfen nach Angaben des Sprechers Aussagen von Zeugen, die sich gemeldet hätten.

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