Stoiber: Nicht-Bayern sind schuld an Krise der CSU

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Edmund Stoiber
Edmund Stoiber. (Foto: Matthias Balk/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Das seit Monaten anhaltende Umfragetief der CSU basiert nach Ansicht des früheren Ministerpräsidenten Edmund Stoiber auf den gesellschaftlichen Veränderungen in Bayern. „In den vergangenen Jahren hat es aufgrund unseres wirtschaftlichen Erfolgs eine einzigartige Wanderungsbewegung nach Bayern gegeben“, sagte der CSU-Ehrenvorsitzende dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch). „Aus allen Teilen Deutschlands sind in den letzten zehn Jahren mehr als eine Million Menschen zu uns kommen.“

Die schlechten Umfrageergebnisse von derzeit 33 Prozent für die Christsozialen will der 77-Jährige nicht überbewerten. "Natürlich bin ich nicht glücklich darüber, wo wir in den Umfragen stehen. Aber das sind alles Momentaufnahmen", sagte Stoiber. "Wir können noch sehr viel Boden gut machen."

Mit Blick auf mögliche Koalitionen nach der Wahl am kommenden Sonntag sagte Stoiber, dass er keine Basis für eine schwarz-grüne Koalition sehe. „Es gibt fundamentale Unterschiede zwischen CSU und Grünen.“ Diese reichten von der Umwelt- und Energiepolitik über die Wirtschaftspolitik bis hin zur Inneren Sicherheit und Migrationspolitik. „Ich sehe nicht, wie bei diesen Unterschieden ein stabiles Bündnis möglich sein könnte.“

Stoiber riet seiner Partei, auch im Fall eines Wahldesasters an Markus Söder als Ministerpräsident festzuhalten: „Nach der bayerischen Verfassung muss vier Wochen nach der Wahl die neue Regierung stehen. Und das ist dann die entscheidende Aufgabe unseres Ministerpräsidenten“, sagte er.

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