Sprengstoff-Bastler vor Gericht

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Land- und Amtsgericht Schweinfurt
Außenansicht vom Landgericht und Amtsgericht Schweinfurt. (Foto: Daniel Karmann/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Ein mutmaßlicher Sprengstoff-Bastler muss sich seit Dienstag vor Gericht verantworten. Wegen unerlaubter Aufbewahrung explosionsgefährlicher Stoffe ist der Mann vorm Amtsgericht Schweinfurt angeklagt.

Ermittler hatten im März 2018 in einem Schweinfurter Wohnhaus große Mengen gefährlicher Chemikalien und bereits fertigen Sprengstoffs gefunden und den damals 35-jährigen Mann, einen Mieter, verhaftet. Die Funde hatten bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt, da ein extremistischer Hintergrund nicht ausgeschlossen wurde. In der Anklage finden sich nun keine Hinweise auf einen geplanten terroristischen Anschlag. Der Angeklagte gab am ersten Prozesstag an, Böller zu basteln als sein Hobby zu sehen.

Unter den sichergestellten Stoffen war unter anderem der hochexplosive Stoff TATP, der bei den Pariser Terroranschlägen 2015 verwendet worden war. Der Sprengstoff wurde in der Nähe des Fundorts kontrolliert gesprengt. Etwa 100 Menschen mussten deshalb ihre Wohnungen verlassen. Das Urteil war ursprünglich bereits für Dienstag geplant, soll nun aber am Montag fallen.

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