Sportmediziner: Schmerzmittel spielen im Sport große Rolle

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Sportmediziner Fritz Sörgel
Der Sportmediziner Fritz Sörgel steht am Rande eines Internationalen Doping-Symposiums. (Foto: Daniel Karmann / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

In der Debatte um die ARD-Dokumentation „Hau rein die Pille“ über den Gebrauch von Schmerzmitteln im Profi- und Amateurfußball hat der Sportmediziner Fritz Sörgel auch vor den Folgen für den Breitensport gewarnt. „Klar ist: Die Verwendung von Schmerzmitteln hat zugenommen - sowohl beim Profi-, als auch beim Amateur-Sportler. Die Mentalität, auch im Freizeitsport etwas einzunehmen, hat sich deutlich geändert“, sagte der Pharmakologe der „tz“ und dem „Münchner Merkur“ (Mittwoch) im Interview. „Die Einnahme wird eben nicht für unanständig gehalten, ist auch nicht nach dem Anti-Dopinggesetz illegal und quasi gesellschaftlich akzeptiert.“

In der Dokumentation, die am gestrigen Dienstag ausgestrahlt wurde, berichtet zum Beispiel Verteidiger Neven Subotic vom Bundesligisten 1. FC Union Berlin, dass Ibuprofen „wie Smarties gegessen“ würden. „Im Sport generell spielen Schmerzmittel eine große Rolle, da kann man den Fußball allerdings nicht so extrem herausstellen“, sagte Sörgel. „Wenn wir Handball zum Vergleich nehmen: Dort ist die Nutzung von Schmerzmitteln noch viel stärker verbreitet, weil der körperliche Zweikampf eine ganz andere Nummer ist als im Fußball.“

Schmerzmittel zu nehmen, ist im Sport nicht untersagt und steht nicht auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur.

Beitrag über Schmerzmittel und Fußball von 2017 auf dfb.de

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