Spielwarenhersteller Simba Dickie dämpft Umsatzerwartungen

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Der Schriftzug "Simba Dickie Group"
Der Schriftzug "Simba Dickie Group" steht in Fürth am Firmeneingang. (Foto: Timm Schamberger/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der fränkische Spielwarenhersteller Simba Dickie rechnet wegen mehrerer Insolvenzen bei internationalen Handelsketten heuer nicht länger mit einem Umsatzplus. „Einige unserer Kunden sind in große Probleme geraten“, sagte Co-Konzernchef Florian Sieber der „Heilbronner Stimme“ (Donnerstag). Neben Toys R Us zählten dazu die Insolvenzen von Ludendo in Frankreich und Top Toy in Skandinavien. Auch die Fusion von Kaufhof und Karstadt werde sich auswirken. Simba Dickie hatte 2017 einen Umsatz von 645 Millionen Euro erzielt und plante für 2018 ursprünglich mit Erlösen von 668 Millionen Euro. „Es tut weh, aber es geht nicht an die Substanz“, betonte Senior-Chef Michael Sieber.

Der Familie gehört neben der Simba-Dickie-Group mit Sitz in Fürth auch der Modellbahnbauer Märklin - und der leidet unter einem Fachkräftemangel. „Die Nachfrage ist da, aber wir tun uns schwer, Mitarbeiter für die Produktion zu finden“, sagte Sieber dem „Handelsblatt“ (Online). An den beiden Standorten im baden-württembergischen Göppingen und im ungarischen Györ spüre Märklin die starke Konkurrenz der ortsansässigen Autoindustrie. Der „Heilbronner Stimme“ erläuterte er: „Wir kriegen einige der vorverkauften Artikel nicht produziert bis Weihnachten.“

Gemeinsam mit seinem Sohn Florian hatte Sieber den angeschlagenen Modelleisenbahnbauer vor fünf Jahren übernommen. Märklin habe in diesem Jahr einen Sprung im Auftragseingang verzeichnet, führte Michael Sieber gegenüber dem „Handelsblatt“ aus. Ob daraus tatsächlich zusätzlicher Umsatz entstehe, „hängt jetzt davon ab, was aus der Produktion kommt“. Ursprünglich hatte Sieber für Märklin für das Geschäftsjahr 2017/2018 mit einem Umsatz von 109 Millionen Euro gerechnet - und damit leicht über dem Vorjahresniveau.

Artikel Handelsblatt

Pressemitteilung zu Jahreszahlen 2017

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