„Spiel auf Messers Schneide“: Ingolstadt verliert Derby

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Thomas Pledl (l.)  und Andreas Geipl
Thomas Pledl (l.) von Ingolstadt kämpft mit Andreas Geipl von Regensburg um den Ball. (Foto: Armin Weigel / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Wieder musste Ingolstadts Trainer Stefan Leitl eine Niederlage im Donau-Derby gegen Jahn Regensburg erklären. Erst im Januar hatten die Schanzer trotz einer 2:0-Führung noch mit 2:3 gegen die Oberpfälzer verloren. Nun erwischte es den FC Ingolstadt gleich zum Start in die neue Zweitligasaison.

„Wir haben ein sehr intensives, sehr interessantes Derby gesehen, auch ein sehr ausgeglichenes Spiel mit sehr vielen Zweikämpfen, mit Chancen auf beiden Seiten“, erklärte Leitl nach dem 1:2 (1:1) am Samstag. Trotz einer Führung schlichen die Ingolstädter wieder als Verlierer vom Rasen. „Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel, letzten Endes mit dem schlechteren Ende für uns“, sagte Leitl weiter.

Begonnen hatte die Partie für die Schanzer gut. Konstantin Kerschbaumer (5. Minute) brachte die Ingolstädter früh in Führung. Benedikt Saller (45.) sorgte mit einem beherzten Solo allerdings noch kurz vor der Pause etwas überraschend für den Ausgleich. „Das darf in dieser Art und Weise nicht passieren“, kritisierte Leitl das Defensivverhalten seiner Mannschaft.

Aus kurzer Distanz scheiterte später der bedrängte Dario Lezcano (70.) vor Regensburgs Schlussmann Philipp Pentke. Der Stürmer habe das 2:1 „auf dem Fuß“ gehabt, stellte Leitl fest. Stattdessen schlug der SSV Jahn auf kuriose Art zu: Im Sechzehner landete der Ball bei Marc Lais, der bei der Annahme zunächst hinfiel und dann Frederic Ananou anschoss. Der Verteidiger fälschte die Kugel vor 13 516 Zuschauern unglücklich ins eigene Tor ab.

„Wir haben unsere verbleibenden Chancen in der zweiten Halbzeit nicht genutzt. Es war ein Spiel auf Messers Schneide, bei dem wir wussten, was auf uns zukommt“, sagte Benedikt Gimber, der in der vergangenen Saison noch in Regensburg gespielt hatte. „Leider haben wir das letzte Quäntchen vermissen lassen, um hier etwas mitzunehmen.“

„Wir waren in der ersten Halbzeit nicht so im Spiel, wie wir es uns vorgenommen hatten. Uns fehlte ein bisschen der Zugriff, das wendete sich dann aber“, bilanzierte Regensburgs Trainer Achim Beierlorzer. „Marc Lais in einer offensiveren Position tat uns gut und wir haben zum bestmöglichen Zeitpunkt ausgeglichen. Es war dann ein völlig offenes Spiel mit glücklichem Ausgang für uns.“

Die Regensburger bekommen es am Freitag mit dem SC Paderborn zu tun, die Ingolstädter empfangen die SpVgg Greuther Fürth. Nach dem Ausfall von Christian Träsch (Kreuzbandriss) wird den Schanzern aber im defensiven Mittelfeld auch noch Almog Cohen fehlen. Der 29-Jährige verletzte sich vor dem Zweitligastart am Syndesmoseband und wird mehrere Wochen ausfallen.

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