Spaenle besorgt über offen gezeigte Aggression gegen Juden

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Der Antisemitismusbeauftragte Ludwig Spaenle
Der Antisemitismusbeauftragte Ludwig Spaenle. (Foto: Sven Hoppe / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Nach judenfeindlichen Vorfällen in Bayern befürchtet der Antisemitismusbeauftragte der Staatsregierung, Ludwig Spaenle (CSU), eine Zunahme aggressiver öffentlicher Anfeindungen. „Wir müssen als Zivilgesellschaft aufmerksam hinschauen und erkennbaren Ansätzen entgegentreten“, teilte er am Freitag mit. In München hatte nach Polizeiangaben der Mitarbeiter einer Autowaschanlage am Montag zwei Kunden, die Kippa trugen, beleidigt. Außerdem nimmt Spanle in seiner Mitteilung Bezug auf eine Demonstration rechtsradikaler Kreise in Nürnberg, bei der vergangenes Wochenende judenfeindliche Propaganda verbreitet und der Hitlergruß gezeigt worden war.

Neben einer aktiven Kultur des Hinschauens setzt er sich für die Einrichtung einer Meldestelle für antisemitische Vorfälle ein. Dort sollen auch strafrechtlich nicht relevante Ereignisse registriert werden.

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