Söder verteidigt Schulöffnungen: Hohes Maß an Sicherheit

Markus Söder
Markus Söder (CSU) gibt vor Beginn der Videokonferenz des CSU-Vorstands ein Statement ab. (Foto: Peter Kneffel / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält die Rückkehr der Grundschulen im Freistaat in den Wechselunterricht trotz der unklaren Infektionslage durch die mutierten Coronaviren weiter für richtig. „Nein, es ist kein Fehler“, sagte der CSU-Chef am Montag vor einer Sitzung des Parteivorstands in München. Die Schüler brauchten eine Perspektive. „Wir erleben ja die Kollateralschäden bei Schülern.“

Bayern geht mit der Öffnung ab diesem Montag schneller voran, als es Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Konferenz von Bund und Ländern vertreten hatte. Sie hatte Öffnungen vor dem 1. März abgelehnt.

„Wir haben jetzt Wechsel-Unterricht, wir haben eine Inzidenz-Abhängigkeit, wir haben Maske, wir haben Testkonzepte, also viel mehr an Sicherheitsfragen, das geht fast nicht“, betonte Söder. In den kommenden zehn Tagen werde sich zeigen, wie sich die Öffnungen auf die Ausbreitung des Virus auswirkten.

In Bayern können die Grundschulen überall dort in den Wechselunterricht gehen, wo die Inzidenz unter 100 liegt. In Regionen mit höheren Werten bleibt es weiter beim Distanzunterricht. Sollten die Infektionszahlen in einer Region wieder über die kritische Marke steigen, müssen die örtlichen Gesundheitsämter mit der jeweiligen Bezirksregierung das weitere Vorgehen abstimmen. In den Regionen ab einer Inzidenz von 100 würde nach der Infektionsschutzverordnung auch wieder eine Ausgangssperre für die Nachtstunden greifen.

© dpa-infocom, dpa:210222-99-541741/2

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Impftermin-Ampel: Jetzt freie Corona-Impftermine in Ihrer Region finden

Mehr holprig als reibungslos läuft seit einigen Wochen die Corona-Impfkampagne in ganz Deutschland. Vornehmlich alte oder pflegebedürftige Menschen werden in den meisten Bundesländern zuerst geimpft.

Doch selbst wer zur aktuellen Zielgruppe gehört, hat es gerade schwer, einen Termin zu bekommen. Regionale Impfzentren haben - wenn überhaupt - nur wenige freie Termine, die schnell vergeben sind. Daneben fällt es schwer zu verstehen, welche Alternativen zum Impfzentrum vor Ort es noch gibt.

Am Montag geöffnet, am Freitag schon wieder zu: Die Kinder der Grundschule Achberg müssen nun wieder von Zuhause aus lernen – un

Südafrikanische Mutation: Ein Kind positiv getestet, 150 Achberger in Quarantäne

In Achberg droht sich die Infektionslage zuzuspitzen: Seit Samstag sind 150 Menschen in Quarantäne. Nachdem ein Schulkind an Corona erkrankt ist und zahlreiche Lehrkräfte als Kontaktpersonen gelten, musste die Schule am Freitag geschlossen werden (die LZ berichtete). Jetzt steht fest: Das Kind hat sich mit der südafrikanischen Mutation infiziert. Auch eine Lehrerin ist infiziert, ob auch hier eine Mutation vorliegt, steht noch nicht fest.

Der Fall ist relativ komplex.

 Sebastian Freytag

Nach schlaflosen Nächten und deprimierenden Zahlen bereitet Klinikum Normalbetrieb vor

Die Coronazahlen im Kreis Tuttlingen haben sich beruhigt, die Inzidenzzahlen fallen. Wie wirkt sich das auf den Klinikbetrieb aus? Redakteurin Ingeborg Wagner hat sich mit Sebastian Freytag, Geschäftsführer des Klinikums Landkreis Tuttlingen, darüber unterhalten.

Herr Freytag – heißt das, dass Sie im Klinikum langsam wieder auf Normalbetrieb umsteigen können?

Ja, das ist so. Wir waren seit November gezwungen, den Betrieb in Spaichingen weitgehend zu reduzieren.

Mehr Themen