Söder sieht Union in „schwerer See“

Markus Söder (CSU)
Markus Söder, CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern. (Foto: Peter Kneffel / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

CSU-Chef Markus Söder sieht die Union knapp fünf Monate vor der Bundestagswahl in „schwerer See“. Das sagte Söder nach Teilnehmerangaben am Montag in einer Videokonferenz des CSU-Vorstands. Die aktuellen Umfragen, in denen die Union hinter den Grünen liegt, bezeichnete der Parteivorsitzende dabei als „Trends“.

Ihre Bundestagsliste will die CSU nach Worten Söders am 26. Juni aufstellen, und zwar im Stadion in Nürnberg. CDU-Chef und Kanzlerkandidat Armin Laschet solle dann auch zugeschaltet werden. Söder betonte, der CSU-Vorstand steht klar hinter der Kanzlerkandidatur von Laschet. Söder und Laschet hatten sich kürzlich einen langen Machtkampf um die Kanzlerkandidatur geliefert.

Söder betonte, dass er auch für Bayern einen sehr schweren Wahlkampf erwarte: „Wir können uns nie stärker als 10 Prozent ungefähr vom Bundestrend abkoppeln.“ Wenn die Umfragen der Union bundesweit wie im Moment sehr deutlich nach unten gingen, könne sich auch die CSU nicht davon abkoppeln. „Umso mehr werden wir dann auch beim Wahlprogramm darauf setzen, dass wir neben Bundesprogramm auch spezielle bayerische Akzente setzen wollen und setzen müssen.“

Wer die Spitzenkandidatur der CSU übernimmt, ist nach wie vor offen. Das stärkste politische Schwergewicht sei Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, sagte Söder nach Teilnehmerangaben. Nach derzeitigem Stand könne er sich kaum vorstellen, dass aus dem bayerischen Kabinett jemand auf die Liste komme.

Die einzige Person, die überhaupt denkbar wäre, aufgrund von Bedeutung und Bekanntheit, sei Landtagspräsidentin Ilse Aigner, sagte Söder. Er argumentierte, diese wäre die einzige „mit großem Kaliber“ aus Bayern. Er betonte dabei allerdings keine Vorgaben machen zu wollen, vielmehr sei es eine „Hommage“ an Aigner aufgrund ihrer bundespolitischen Erfahrung.

Von Aigners Pressesprecher im Landtag kam aber umgehend eine Absage: „Landtagspräsidentin Ilse Aigner wird nicht für die Bundestagswahl kandidieren. Die Präsidentin wurde mit 198 von 205 Stimmen der Abgeordneten des Bayerischen Landtags in ihr Amt gewählt, welches sie weiterhin sehr gerne und mit großer Verantwortung wahrnimmt.“

© dpa-infocom, dpa:210503-99-446737/3

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Impftermin-Ampel: Jetzt mit Push-Nachrichten für Ihr Impfzentrum

Die Impftermin-Ampel von Schwäbische.de zeigt mit einem Ampelsystem Impfzentren der Region an, in denen es gerade freie Termine gibt. 

+++ JETZT NEU: Nutzer mit einem Schwäbische Plus Basic, Premium- oder Komplettabo können sich nun exklusiv und noch schneller per Pushnachricht aufs Handy über freie Termine bei Ihrem Wunsch-Impfzentrum informieren lassen. Hier geht es direkt zum Push-Service, Abonnenten können ihn sofort nutzen.

Nutzer ohne Abo können weiterhin die bestehende Impfampel auf dieser Seite hier nutzen.

In Baden-Württemberg gelten ab Samstag Lockerungen. Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

Lockerungen im Südwesten ab heute - Die wichtigsten Fragen und Antworten

Endlich ein Glas in der Kneipe um die Ecke trinken, Kaffee- und Kuchen vor dem Café genießen oder auch mal ein Theaterstück unter freiem Himmel anschauen? Nach monatelanger Corona-Zwangspause empfangen Gastwirte und Kulturschaffende in mehreren baden-württembergischen Regionen von Samstag (15. Mai) an ihre ersten Gäste.

Voraussetzung: In ihrer Stadt oder ihrem Landkreis müssen die Corona-Zahlen an fünf Tagen nacheinander unter einer Inzidenz von 100 liegen.

In Tübingen war es zuletzt möglich, mit einem Tagesticket Freiheiten wie die geöffnete Außengastronomie zu genießen.

Landesregierung beschließt neue Öffnungsschritte für den Südwesten

Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat am späten Donnerstagabend eine neue Corona-Verordnung beschlossen. Darin werden zahlreiche Öffnungsschritte festgelegt. 

Die Regelung soll laut Sozialministerium ab Samstag, 15. Mai gelten, wenn die Bundes-Notbremse in einem Landkreis außer Kraft gesetzt wird. Also wenn die Inzidenz an fünf Werktagen hintereinander unter 100 bleibt.

Dann dürfen folgende Einrichtungen öffnen, allerdings nur mit einem Test-, Impf- oder Genesenen-Nachweis:

Hotels und andere ...

Mehr Themen