Söder: Plan für Frauenquote generell gut - aber zu langsam

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ARD-Sommerinterview mit CSU-Vorsitzendem Markus Söder
Ministerpräsident Markus Söder (l) mit Oliver Köhr, stellvertretender Leiter ARD-Hauptstadtstudio. (Foto: Fabian Sommer / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Einführung einer Frauenquote von 50 Prozent in der CDU bis 2025 dauert nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder zu lang. Das scheine ihm „mit Verlaub, etwas zu lange hin gesehen“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntag im ARD-Sommerinterview. Wenn man dies wolle, „muss man es gleich machen, konsequent“.

Söder betonte, dass er generell die Forderung einer in der Parteisatzung verankerte Frauenquote unterstütze. Kritik an der Frauenquote könne er nicht nachvollziehen. Skeptisch hatte sich unter anderem Friedrich Merz gezeigt, einer der Bewerber um den CDU-Parteivorsitz. „Wir müssen uns überlegen, wie wir Frauen und auch jungen Frauen ganz andere Möglichkeiten und Perspektiven geben“, sagte Söder. Dies gelte nach der Corona-Krise in besonderem Maße.

Die Struktur- und Satzungskommission der CDU hatte sich nach langen Verhandlungen auf einen Kompromiss für eine schrittweise Frauenquote von 50 Prozent bis 2025 verständigt. Die endgültige Entscheidung muss aber der Parteitag im Dezember treffen. In der CSU war Söder im vergangenen Jahr auf dem Parteitag mit der Einführung einer Frauenquote gescheitert. Daraufhin nutzte Söder eine spätere Kabinettsumbildung in Bayern, um erstmals in der Geschichte der CSU genauso viele Frauen wie Männer mit Regierungsposten zu versorgen.

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