Sieg gegen Fortuna als Wendepunkt? Munsy beglückt Würzburg

Würzburger Kickers - Fortuna Düsseldorf
Würzburgs Ridge Munsy bejubelt sein Tor zum 2:1. (Foto: Matthias Merz / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

War das jetzt der ersehnte Wendepunkt? Auch Trainer Bernhard Trares würde sich wünschen, dass das beachtliche 2:1 (1:1) der Würzburger Kickers gegen den Aufstiegsaspiranten Fortuna Düsseldorf die dringend benötigte Initialzündung im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga ist. „Das erhoffen wir uns“, sagte Trares lächelnd nach dem erst dritten Saisonsieg. Beim Blick auf die Tabelle und der mageren Ausbeute von zwölf Punkten in 19 Partien sprach der Kickers-Coach erstmal nur von „einem Tropfen auf den heißen Stein“.

Beim Matchwinner am Freitagabend gab es keine Fragezeichen. Ridge Munsy wendete nach dem Düsseldorfer Führungstor durch Rouwen Hennings mit seinen Saisontreffern vier und fünf die Partie. Der 31 Jahre alte Munsy war sehr angetan von der eigenen Leistung und auch der seiner Mannschaft. „Der Auftritt war sehr, sehr gut. Wir haben wirklich gezeigt, dass wir Charakter haben“, sagte der Schweizer.

Trares schien allerdings mit dem Auftreten des bulligen Angreifers nicht durchgehend zufrieden zu sein. Doch das bestritt der Coach, der Munsy von außen häufiger verbal antrieb. „Ridge muss man immer ein bisschen anfeuern“, erläuterte Trares. Es sei für die Stürmer nicht immer einfach, vorne viele Wege zu machen und nicht stehenzubleiben. „Wir müssen vorne brutal arbeiten, wenn wir ein Spiel gewinnen wollen“, bemerkte Trares.

Er habe darum ständig Hinweise an Munsy gegeben. Dieser habe nach dem 1:1 auch nicht aufhören mit dem Toreschießen, wie Trares berichtete: „Ich habe nicht aufgehört, ihn anzuheizen.“ Munsy hat die letzten drei Tore für die Unterfranken erzielt. Zusammen mit Winter-Zugang Marvin Pieringer bildet er inzwischen ein gut funktionierendes Angriffsduo. „Das passt in der Kombination“, sagte Trares.

Er sprach von einem verdienten Erfolg: „Jetzt haben wir uns endlich mal belohnt. Auch in den letzten Wochen hätten wir viel mehr Punkte holen müssen.“ Die Bedeutung des Sieges wollte Trares gar nicht erst kleinreden: „Wichtig! Absolut wichtig für die Seele!“

Positiv bewertete Trares auch das Startelf-Debüt von Martin Hasek. Der 25 Jahre alte Tscheche bereitete auch das erste Tor von Munsy vor. „Martin war taktisch sehr ordentlich. Er spielt einen einfachen Ball. Ich habe so eine gute Leistung gar nicht erwartet“, sagte der Kickers-Coach über seinen neuen Mittelfeldspieler.

Ob der Heimsieg tatsächlich eine Initialzündung war, müssen die kommenden Wochen zeigen, in denen die Unterfranken auf weitere Topteams treffen. In dieser Reihenfolge: Fürth, Kiel, HSV, Bochum.

© dpa-infocom, dpa:210131-99-240745/2

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