Seehofer und Söder: Kampf gegen AfD und Extremisten

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Horst Seehofer spricht umgeben von einer Menge
Horst Seehofer (CSU)spricht umgeben von einer Menge. (Foto: Tobias Hase / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Am 30. Todestag von Franz Josef Strauß haben CSU-Chef Horst Seehofer und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zum Kampf gegen Extremisten und gegen die AfD aufgerufen. „Sein Satz „Rechts neben der Union darf keine demokratisch legitimierte Kraft sein“ ist uns weiter Auftrag“, betonte Söder am Mittwoch bei Gedenkfeierlichkeiten zu Ehren des früheren CSU-Vorsitzenden und Ministerpräsidenten in Rott am Inn. Er wies insbesondere Versuche von AfD-Anhängern, Strauß für sich zu vereinnahmen, entschieden zurück: „Strauß hätte die AfD nicht gewählt, er hätte sie bekämpft.“

Auch Seehofer bekräftigte Strauß' Credo, die CSU dürfe nicht akzeptieren, dass sich rechts von ihr eine demokratisch legitimierte Partei dauerhaft etabliere. „Nie wieder dürfen die Volksverführer von rechtsaußen und von ultrarechts wieder Macht und Einfluss in diesem Land bekommen“, zu dieser klaren Haltung habe es für Strauß keine Alternative gegeben, betonte der Bundesinnenminister in Rott am Inn.

Seehofer und Söder würdigten die Verdienste des früheren Partei- und Regierungschefs für die CSU und das Land insgesamt. „Er ist der Vater des Erfolgs für die CSU, für Bayern, für Deutschland“, sagte Seehofer. Er bezeichnete Strauß als „Ausnahmepolitiker“, als Wegbereiter der deutschen Einheit und als Urvater der europäischen Einigung. Söder nannte Strauß einen „Modernisierer“, der Bayern vorangebracht habe. Dieser habe Bayern „von einem reinen Agrarland zu einem modernen Industriestaat geformt“. An der Gedenkfeier nahm auch die Witwe von Altkanzler Helmut Kohl, Maike Kohl-Richter, teil.

Strauß war von 1978 bis zu seinem Tod 1988 Ministerpräsident. Am 3. Oktober 1988 starb er mit 73 Jahren an Herz-Kreislauf-Versagen.

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