Schwieriger Start für Söder

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Ralf Müller
Ralf Müller (Foto: Privat)
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Erwartungen und Begehrlichkeiten bei der seit 60 Jahren regierenden CSU werden bei der Kabinettsbildung immer größer. Franz Josef Strauß musste sich nicht kritisieren lassen, wenn er überwiegend Männer berief. Falls er noch jemanden unterzubringen hatte, wurde einfach ein weiterer Posten geschaffen, denn die zahlenmäßige Begrenzung wurde erst später in die Landesverfassung aufgenommen.

Von Söder wird die Quadratur des Kreises erwartet: möglichst mehr Frauen als bisher, Verjüngung und die Berücksichtigung aller Regionen. Beruhigung des Seehofer-Klientels, Belohnung der eigenen Gefolgschaft und ein Aufbruchssignal werden gefordert. Und etwas Ahnung sollten die Damen und Herren auch haben.

Um die Kabinettsneubildung kommt Söder nach der Bayerischen Verfassung nicht herum. Mit dem Ministerpräsidenten tritt das gesamte Kabinett zurück. Der Neue kann die Veränderungen minimal halten oder alles verändern. Im ersteren Fall wird man ihm Zaghaftigkeit vorwerfen, im zweiten könnten Enttäuschte gefährliche Obstruktion im Landtagswahlkampf betreiben. Ein schwieriger Start für Söder.

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