„Schneewittchen“-Grab in Bamberg ausgestellt

Lesedauer: 2 Min
Das Schloss von «Schneewittchen» in Lohr am Main
Vor dem Schloss in Lohr am Main steht eine Abbildung von Schneewittchen und den Zwergen. (Foto: Barbara Grimm/Spessartmuseum / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Im Bamberger Diözesanmuseum können Besucher ab sofort den Grabstein des historischen „Schneewittchen“-Vorbilds bestaunen. Der lang verschollene Stein gehört zu dem Grab der Adeligen Maria Sophia von Erthal (1725-1796) aus der unterfränkischen Stadt Lohr am Main (Landkreis Main-Spessart), wie die Erzdiözese Bamberg mitteilte. Wie die Märchenfigur der Gebrüder Grimm ist von Erthal in einem Schloss umgeben von „wildem Wald“ - dem Spessart - und sieben Bergen entlang des Höhenwegs „Wieser Straße“ aufgewachsen. Ihr Vater beaufsichtigte nicht nur eine Spiegelmanufaktur, seine zweite Frau galt auch als herrschsüchtig. Auch für „Schneewittchens“ treue Begleiter könnte es eine Inspiration aus der Gegend gegeben haben: Im örtlichen Bergbau arbeiteten Kleinwüchsige mit kapuzenähnlichen Gewändern.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen