Sachsen will bayerische Grenzpolizei-Pläne nicht kopieren

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Markus Söder und Michael Kretschmer
Markus Söder, der bayerische Ministerpräsident, und Michael Kretschmer, Ministerpräsident aus Sachsen (l.-r.). (Foto: Matthias Merz / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Sachsen will das bayerische Grenzpolizei-Konzept nicht gänzlich kopieren. Das sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag nach einem Treffen mit seinem bayerischen Amtskollegen Markus Söder (CSU) in Hof. Als Grund dafür nannte er in erster Linie fehlendes Personal. „Wir haben nicht so viele Polizisten, die wir sofort für eine solche Aufgabe zur Verfügung stellen können“, sagte Kretschmer. Deswegen könne man das Modell nicht 1:1 übernehmen. Man wolle zwar 1000 neue Polizisten einstellen - diese müssten aber erst ausgebildet werden.

Bayern hatte zu Monatsbeginn eine Grenzpolizei mit zunächst 500 Beamten eingeführt. Sie soll in den nächsten Jahren auf 1000 Polizisten aufgestockt werden. Die neue Einheit soll die Grenzen in Bayern eigenständig kontrollieren können. „Wir gehen auch fest davon aus, dass die Zusagen der eigenständigen Kontrollmöglichkeit eingehalten werden“, sagte Söder. Er kündigte an, dass der Freistaat in den kommenden Jahren insgesamt 3500 neue Polizisten einstellen wolle.

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