Söder warnt vor Demoskopiegläubigkeit

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Deutsche Presse-Agentur

Fünfeinhalb Wochen vor der Landtagswahl gibt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nicht viel auf aktuell magere Umfrageergebnisse für seine Partei. Er wundere sich über die Demoskopiegläubigkeit in Deutschland, sagte Söder am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“. Bei den Landtagswahlen und der Bundestagswahl 2017 hätten die Bürger komplett anders entschieden, als Umfragen vorausgesagt hätten. „Warten wir es einmal ab“, sagte Söder, dessen Partei in aktuellen Befragungen weit von der angestrebten absoluten Mehrheit entfernt ist.

Weit über 50 Prozent der Wähler in Bayern hätten sich noch nicht entschieden, sagte der CSU-Politiker weiter. Das Land brauche „keine Experimente und Spielereien“. Die AfD sei in Bayern zudem schwächer als in anderen Bundesländern. Nach den ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Chemnitz habe diese Partei die „Maske der Bürgerlichkeit endgültig verloren“.

In Bayern wird am 14. Oktober der Landtag neu gewählt. Am Mittwochnachmittag wird Söder bei der Sommerklausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag im Schloss Neuhardenberg (Brandenburg) erwartet.

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