Söder fürchtet Kalten Krieg bei globaler Forschung

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Deutsche Presse-Agentur

Im globalen Wettstreit um Forschung und Wissenschaft droht laut CSU-Chef Markus Söder eine neue Form des Kalten Kriegs. „Es gibt einen Wettbewerb nicht wie früher ums Wettrüsten oder einen Wettbewerb um niedrigere und schlechtere Arbeitsbedingungen, wie es mal eine Zeit lang war, sondern einen Wettbewerb um Technologie und Forschung, und ich befürchte auch um technologische Dominanz“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag in seiner Rede beim „Higthtech-Summit“ in München. Der neue globale Wettbewerb sei intensiver als je zuvor.

„Meine Sorge und die Sorge vieler ist, dass nicht die Freiheit von Technik und Forschung im Mittelpunkt steht, sondern die Einordnung von Technik und Forschung in die eigenen Interessen“, betonte Söder. Wer sich anschaue, wie sich etwa zwischen den USA und China die Forschung in der Welt bipolar entwickle, stelle fest, dass daraus nicht mehr Freiheit, sondern möglicherweise sogar ein kleiner kalter technischer Krieg entstehe. Als Beispiel nannte er den Umgang mit Kommunikationstechnologien.

Die Veranstaltung der Staatsregierung ist Teil der mit zwei Milliarden Euro hinterlegten Hightech Agenda, mit der Bayern die Forschung und Entwicklung von Künstlicher Intelligenz und SuperTech voranbringen will. Bayern, Deutschland und Europa müssten in der Forschung eine wichtige Rolle anstreben, weil sie ansonsten keine Chance hätten, bei der Entwicklung von Standards mitzureden, sagte Söder. Neben dem bayerischen Engagement wünsche er sich in dem Bereich aber auch von der Bundesregierung mehr Schwung, Dampf und Kraft. „Da muss noch mehr kommen“, sagte Söder.

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