Rummenigge: DFB-Präsident darf kein „Grüß-Gott-August“ sein

Lesedauer: 3 Min
Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge
Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. (Foto: Lino Mirgeler/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge verfolgt die Suche des Deutschen Fußball-Bundes nach einem Präsidenten mit Sorge. Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München fordert einen starken Mann an der Spitze des weltgrößten Fußball-Verbandes. „Ich habe ein bisschen die Sorge, dass der Präsident des DFB - überspitzt gesagt - reduziert werden soll auf einen Grüß-Gott-August. Das darf nicht der Fall sein“, sagte Rummenigge (63) der Deutschen Presse-Agentur vor einer Sitzung des DFB-Präsidium am (heutigen) Freitag in Frankfurt.

Nach der Zusammenkunft der DFB-Spitze sollte Vizepräsident Rainer Koch die Öffentlichkeit über die beschlossenen Anträge für den DFB-Bundestag am 27. September in Frankfurt unterrichten. Auf diesem soll der Nachfolger von Reinhard Grindel gewählt werden, der im April nach einer Reihe von Verfehlungen zurückgetreten war.

Der Kandidat oder die Kandidatin soll am 21. August in Berlin im Rahmen einer Konferenz der Regional- und Landesverbandspräsidenten sowie der Generalversammlung der 36 Proficlubs vorgestellt und danach bekanntgegeben werden. Seit Grindels Rücktritt führen Koch und Ligapräsident Reinhard Rauball den Verband interimistisch.

„Das ist ein ganz wichtiges Amt“, mahnte Rummenigge: „Der Mann ist der höchste Repräsentant im deutschen Fußball und vertritt Deutschland auch in den internationalen Gremien. Deswegen muss das eine Persönlichkeit sein, die wirklich für sich steht.“

Der DFB tut sich bei der Nachfolgeregelung schwer. So sollen unter anderen der frühere Adidas-Chef Herbert Hainer und der langjährige Aufsichtsratschef der Commerzbank, Klaus-Peter Müller, abgelehnt haben. Der 65-jährige Hainer soll laut „Bild“ im November beim FC Bayern die Nachfolge von Präsident Uli Hoeneß antreten.

Rummenigge war beim DFB-Casting auch zu seinen Vorstellungen zum künftigen Profil des Präsidenten befragt worden. „Es muss eine Persönlichkeit sein, die in der Lage ist, den deutschen Fußball, insbesondere den DFB, wieder in ein ruhiges Fahrwasser zu führen“, sagte der 63-Jährige. Er habe aber keine Person vorgeschlagen.

DFB-Satzung

DFB-Erklärung zur Strukturänderung

DFB-Struktur

DFB-Mitteilung zum Fahrplan

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen