Rhön-Klinikum-Konzern setzt auf den digitalen Arztbesuch

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Deutsche Presse-Agentur

Der Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum und der Schweizer Telemedizin-Pionier Medgate bieten Patienten in Deutschland jetzt ärztliche Behandlung per Internet und Telefon an. Die Rhön-Klinikum AG halte 51 Prozent am neuen Gemeinschaftsunternehmen Medgate Deutschland, die Schweizer den Rest, teilte der Konzern in Bad Neustadt an der Saale am Donnerstag mit. Patienten könnten sich von jedem Ort aus rund um die Uhr behandeln und Rezepte oder Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigungen ausstellen lassen.

Vorbild ist die Medgate Tele Clinic in Basel, die rund 100 Ärzte beschäftige und seit zehn Jahren rund acht Millionen Beratungen erbracht habe. Medgate Deutschland habe schon „eine namhafte private Krankenversicherungsgesellschaft als Kunde gewonnen“. Deren Versicherte könnten sich telemedizinisch von der Schweiz aus behandeln lassen. Sobald die Medgate Deutschland in Betrieb sei, werde sie das übernehmen. Die Zusammenarbeit mit gesetzlichen Krankenversicherungen sei geplant.

Rhön-Klinikum-Chef Stephan Holzinger sagte: „Digital vor Ambulant vor Stationär ist die Formel, auf die wir setzen.“ Das könne auch ärztliche Versorgungslücken auf dem Land schließen. Denkbar seien auch Versorgungsverträge für Arbeitgeber, reisemedizinische Beratungen oder „Lösungen für psychiatrische Erkrankungen“. Über die finanzielle Details und laufende Gespräche mit Versicherungen sei Stillschweigen vereinbart worden.

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