Reizgas im Festzelt: Freispruch aus Mangel an Beweisen

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Justitia
Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. (Foto: Volker Hartmann/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Im Prozess um eine Reizgas-Attacke in einem oberfränkischen Festzelt mit 45 Verletzten ist der Angeklagte freigesprochen worden. Dem 30-Jährigen habe nicht nachgewiesen werden können, dass er das Pfefferspray versprüht hatte, sagte ein Sprecher des Landgerichts Hof am Montag. Der Angeklagte hatte sich wegen gefährlicher Körperverletzung in 45 Fällen vor Gericht verantworten müssen.

Am ersten Prozesstag hatte der Oberfranke die Tat bestritten. Er habe im Juli 2016 zwar ein Pfefferspray zum Nailaer Wiesenfest im Landkreis Hof mitgenommen, es aber im Laufe des Abends verloren. Alle weiteren Zeugen konnten vor Gericht keine Angaben zum möglichen Täter machen. Am Montagvormittag wurde deshalb die Beweisaufnahme vorzeitig geschlossen. Sowohl die Staatsanwältin als auch der Verteidiger plädierten auf Freispruch. Die Richter sprachen den Mann schließlich frei. Die Kosten des Prozesses trägt die Staatskasse.

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