Polizei-Gewerkschaften erwarten stressiges Osterwochenende

Zwei Polizisten stehen beieinander
Zwei Polizisten stehen beieinander. (Foto: Friso Gentsch / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Polizei-Gewerkschaften in Bayern rechnen wegen Corona-Demos und Ausflüglern mit einem „Stress-Wochenende“ zu Ostern. „Das Osterwochenende war in den vergangenen Jahren schon bekannt für Demonstrationen, die erfreulicherweise meist friedlicher Natur waren“, sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Peter Pytlik, am Mittwoch. „Nur dieses Mal gehen wir davon aus, dass es sich anders darstellen könnte.“

Der Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Jürgen Köhnlein, sagte, gerade bei Aktionen gegen die Corona-Maßnahmen sei vieles auf „Konfrontation und Konflikte“ ausgelegt. „Die Polizei wird dann zum Prellbock für die Kritik an der Politik“, sagte Köhnlein am Mittwoch dem Radiosender „BR5 aktuell“. Viele Polizisten müssten sich deshalb „wieder einmal einem hohen und aus unserer Sicht unnötigen Infektionsrisiko aussetzen“, sagte GdP-Landesvorsitzender Pytlik.

Zusätzliche Konflikte könne es an den Feiertagen wegen Regel-Verstößen von Ausflüglern geben, fürchten die Gewerkschaften. „Bei der Kontrolle der Abstandsregelungen wird nicht jeder Verständnis zeigen“, sagte DPolG-Landeschef Köhnlein. „Wir können nur an alle Menschen appellieren, sich an die aktuellen Vorgaben zu halten.“

© dpa-infocom, dpa:210331-99-42393/2

DPolG zu Osterwochenende

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Impftermin-Ampel: Hier finden Sie freie Impftermine in der Region

Die Zwangspause ist vorbei: Wochenlang hat die Impftermin-Ampel von Schwäbische.de zu Jahresbeginn Menschen bei der Buchung von Impfterminen unterstützt. Der Erfolg war groß. Doch als die Schere zwischen den wenigen Impfstoff-Lieferungen und der starken Nachfrage nach Terminen immer größer wurde, musste der Service für einige Wochen eingestellt werden.

Das ist jetzt vorbei, die Impftermin-Ampel ist wieder da. Sie zeigt mit einem Ampelsystem Impfzentren der Region an, in denen es gerade freie Termine gibt.

 Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca.

Keine Astrazeneca-Freigabe für alle: Deshalb macht es Baden-Württemberg anders als Bayern

Drei Bundesländer haben den Impfstoff von Astrazeneca inzwischen für alle Altersgruppen freigegeben, Baden-Württemberg gehört nicht dazu. Es sei derzeit keine Aufhebung der Priorisierung für den Impfstoff von Astrazeneca geplant, teilt eine Sprecherin des Sozialministeriums auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“ mit.

Das Ziel heiße weiter: Schutz für diejenigen Menschen, die ihn am dringendsten brauchen, heißt es in der Antwort weiter.

 Symbolfoto

Polizei hat Verdacht für Ursache von tödlichem Arbeitsunfall

Tödlich verunglückt ist am Dienstag ein 38-Jähriger auf einer Baustelle in Schwendi. Der Unfall ereignete sich in einem Rohbau. Nach Angaben der Polizei arbeitete der Mann in etwa sechs Meter Höhe in einem Metallkorb. Dieser war an einem Kran befestigt.

Laupheimer Drehleiter im Einsatz Aus bislang unbekannter Ursache lösten sich wohl die Spanngurte, die den Korb hielten. Der Mann stürzte in die Tiefe und schlug auf einen Betonboden auf.

Mehr Themen