Polizei erklärt: Spielplatzfalle mit Messern gab es nicht

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Deutsche Presse-Agentur

Eine vermeintliche Falle mit Messern auf einem Spielplatz in Hunderdorf (Landkreis Straubing-Bogen) hat nach Angaben der Polizei so nie existiert. Den Beamten seien falsche Informationen übermittelt worden, sagte ein Sprecher am Freitag. Zwar seien in einem Gebüsch zerbrochene Messer gefunden worden. Eine „Messerfalle“ habe es so aber nie gegeben, betonte er.

Die Polizeiinspektion hatte am Dienstag in einer Pressemitteilung berichtet, dass „inmitten eines Laufweges auf einem aufgeschütteten Erdwall“ des Spielplatzes eine 30 mal 30 Zentimeter messende Grube ausgehoben worden sei. Weiter hieß es: „In dieser hatte man mehrere Küchenmesser hochkant fixiert und mit Grüngut bedeckt. Eine gefährliche Falle für jedes barfuß laufende Kind.“

Der Polizeisprecher sagte nun am Freitag, ein Mädchen habe zerbrochene Messer in einem Gebüsch des Spielplatzes gefunden. Eine befreundete Mutter habe die Messer daraufhin zur Gemeinde Hunderdorf gebracht. Ein Gemeindemitarbeiter habe schließlich die Polizei benachrichtigt. Dieser gab den Beamten Informationen zu der angeblichen Falle weiter. „Auf dem Weg von der Auffinderin zur Polizei muss irgendwo etwas dazu gedichtet worden sein“, sagte der Sprecher. „Wir können nur bedauern, dass es so passiert ist.“

Grund für die neuen Erkenntnisse der Ermittler seien die Aussagen von drei Buben im Alter von 11, 12 und 13 Jahren, erklärte der Sprecher. Diese hätten unabhängig voneinander ausgesagt, dass sie vor Wochen Küchenmesser in einem Supermarkt gestohlen hatten. Mit Händen und den Messern hätten sie damals auf dem Spielplatz zwar ein Loch gebuddelt, die Messer dann aber zerbrochen in ein Gebüsch geworfen. „Wir halten das für glaubwürdig“, sagte der Beamte.

Das Mädchen hatte die Buben vor Wochen beim Ausbuddeln des Lochs und mit den Messern beobachtet, wie der Sprecher ausführte. Am Freitag vergangener Woche habe das Mädchen die Messer dann im Gebüsch entdeckt und die befreundete Mutter informiert.

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