Pelletier-Werke über Beteiligte von Prozessen erworben

Deutsche Presse-Agentur

Das Memorium Nürnberger Prozesse hat mehr als 60 Zeichnungen des französischen Künstlers Henri Pelletier von Beteiligten der Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozesse erworben. Das teilte die Stadt Nürnberg am Freitag mit. Pelletier hatte die Werke den Angaben der Stadt zufolge vermutlich aus direkter Anschauung während der 1945 und 1946 laufenden Prozesse geschaffen.

Pelletier hatte die Kohlezeichnungen bereits 1946 als Blattsammlung in Paris unter dem Titel „Le Procès de Nuremberg“ angeboten. Zu den Bildern gehört ein Porträt des früheren Luftwaffen-Oberbefehlshabers Hermann Göring, das ihn in dem Moment zeige, als im Gerichtssaal Nazi-Greueltaten vorgeführt worden seien.

Pelletier habe nicht nur allseits bekannte Prozessbeteiligte in den Blick genommen, sondern etwa auch die Verteidiger der Nazi-Angeklagten. Vor allem Prozessbeteiligte aus Frankreich geraten in den Fokus, besonders ausgearbeitet ist die Zeichnung des französischen Chefanklägers Auguste Champetier de Ribes.

Bei den Nürnberger Prozessen wurden von einem internationalen Militärtribunal führende Nationalsozialisten wegen Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg verurteilt. Im Hauptprozess wurden zwölf Angeklagte zum Tode verurteilt.

© dpa-infocom, dpa:220114-99-711815/2

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