Novelle soll Wohnungsbau in Bayern anheizen

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Kerstin Schreyer
Kerstin Schreyer (CSU), Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr. (Foto: Peter Kneffel / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer (CSU) verspricht sich von der am 1. Februar in Kraft tretenden novellierten bayerischen Bauordnung einen Boom beim Wohnungsbau. Gegen die Wohnungsnot helfe nur „bauen, bauen, bauen“, sagte Schreyer am Donnerstag, als sie die neue Verordnung präsentierte. „Es geht darum, dass einfach schneller gebaut wird“, betonte die Ministerin.

Kern des neuen Regelwerks ist eine Verkürzung der Genehmigungszeiten für Bauanträge, die sogenannte Fiktionsregel. Wenn die Behörden nicht innerhalb von drei Monaten reagieren, gilt das beantragte Vorhaben als genehmigt - Ausnahmen gelten für komplexere Bauten, etwa Hochhäuser.

Kommunen sollen künftig mehr Gestaltungsspielräume bekommen, etwa bei den notwendigen Abstandsflächen oder bei der Frage der nachzuweisenden Stellplätze. „Wir regeln nur noch das notwendigste, alles andere wird von der Kommune entschieden“, sagte Schreyer.

Vereinfacht werden soll das Bauen mit Holz. Dieser Baustoff kann künftig in allen Gebäudeklassen verwendet werden. Der Ausbau von Dachgeschossen ist künftig ohne Baugenehmigung möglich.

Die oppositionellen Grünen im Landtag warfen der Regierung handwerkliche Fehler bei der Anfang Dezember vergangenen Jahres im Landtag verabschiedeten Bauordnung vor. „Ich bezweifle sehr, dass Bauen durch die Novelle in Zukunft einfacher und schneller gehen wird“, sagte die Grünen-Bauexpertin Ursula Sowa.

Übersicht zu Neuerungen der Bayerischen Ingenieurekammer Bau

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