Nostalgie-Kennzeichen in Bayern noch immer beliebt

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Bayerische Alt-Kennzeichen
Zwei Männer stehen zwischen Kfz-Nummernschildern mit alten Ortsabkürzungen. (Foto: Tobias Hase/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Autokennzeichen mit alten Landkreiskürzeln sind in Bayern weiterhin beliebt. Insgesamt 70 solcher früheren Kennzeichen stehen seit der Wiedereinführung vor knapp fünf Jahren nach Angaben des Innenministeriums aktuell zur Verfügung. Damit sei der Freistaat bundesweiter Spitzenreiter.

In manchen Landkreisen hat die Nachfrage nach den nostalgischen Kürzeln sogar zugenommen, etwa im oberbayerischen Neuburg-Schrobenhausen. Nach Angaben des Landratsamts waren zum 31. Dezember 2013 insgesamt 1665 Fahrzeuge mit SOB-Kennzeichen zugelassen, zum 31. März 2018 waren es 8236. Zuvor galt ND- für die gesamte Region.

Auch im Kreis Kelheim seien die historischen Kürzel weiterhin begehrt, sagte ein Sprecher des Landratsamts. Besonders ist auch MAI- gefragt, rund 9500 Kennzeichen sind mit dem Kürzel des Altlandkreises Mainburg zugelassen - fast ein Drittel mehr als noch 2015.

Von insgesamt rund 156 000 Fahrzeugen im Kreis Schwandorf ist etwa an einem Viertel ein altes Kennzeichen angeschraubt. Der Renner sei dabei das Kürzel BUL- für Burglengenfeld mit etwa 16 000 Zulassungen, sagte ein Sprecher des Landratsamts. Anfangs sei auch die Kombination BUL-LE öfter angefragt worden. Allerdings sei diese nach ein paar Tagen vom Innenministerium gesperrt worden. Generell könne man über die letzten fünf Jahren eine Zunahme der Altkennzeichen feststellen.

Im Nürnberger Land sei die Nachfrage kurz nach der Einführung zunächst sehr groß gewesen. Aber mit den Jahren habe sich der Ansturm kontinuierlich gelegt, sagte ein Sprecher. Bei den Nostalgie-Kennzeichen sei HEB- für Hersbruck und Umgebung besonders gefragt. Auch wenn PEG- (für Pegnitz) das beliebteste Altkennzeichen im Zulassungsbezirk Bayreuth ist, ging die Nachfrage nach Angaben des Landratsamts dort ebenfalls zurück.

Seit Anfang Juni 2013 werden wieder Kennzeichen mit den Ortskürzeln ehemaliger Landkreise ausgegeben, die im Zuge der Gebietsreform vor knapp vier Jahrzehnten weggefallen waren. Zehntausende Bürger sind seither mit nostalgischen Kennzeichen im Freistaat unterwegs.

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