Nockherberg-Gastgeber: „Nicht in Hysterie verfallen“

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Deutsche Presse-Agentur

Trotz der Ausbreitung des Coronavirus soll das anstehende Paulaner Starkbierfest auf dem Nockherberg in München wie geplant stattfinden. „Wir sehen für eine Absage keinen Anlass, auch weil wir der Meinung sind, dass es sich um eine rein Münchner Veranstaltung handelt“, sagte Wirt Christian Schottenhamel am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Reservierungen zeigten, dass die Gäste zum allergrößten Teil direkt aus München kommen.

Das Starkbierfest geht vom 13. März bis zum 5. April. Schon am 11. März steht die Starkbierprobe auf dem Programm, dann werden wie jedes Jahr viele Prominente und Politiker zum Derblecken auf dem Nockherberg erwartet. Für Schottenhamel ist im Fall der Fälle eine Vorführung des traditionsreichen Singspiels und der Fastenpredigt ohne Publikum nur vor Fernsehkameras derzeit nicht vorstellbar. „Wir sollten nicht in Hysterie verfallen, sondern dem Starkbierfest positiv entgegensehen.“

Schottenhamel betonte, letztlich werde aber die weitere Entwicklung bei der Coronavirus-Ausbreitung in München beobachtet. Sollte es zu einer Epidemie in der Stadt kommen, müsse neu entschieden werden. Besondere Maßnahmen - neben Hygienespendern auf den Toiletten - seien derzeit nicht geplant. „Alle Besucher seien selbstverständlich gebeten, auf die Hygiene zu achten“, sagte er. Die Bedienungen dürften zudem nicht vorher in den Risikogebieten gewesen sein.

In Rosenheim hatte am Mittwoch das staatliche Gesundheitsamt der Stadt zur Absage des dortigen Starkbierfests geraten. Es gebe eine Empfehlung an die kreisfreie Stadt, die Entscheidung über die Absage bleibe aber dem städtischen Ordnungsamt vorbehalten, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Rosenheim. Das Starkbierfest sollte schon an diesem Freitag beginnen.

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