Neustart von Notfallbereitschaft für Gehörlose in Bayern

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Das Wort «beraten» in Gebärdensprache
Eine Gebärdendolmetscherin zeigt mit ihren Fingern das Wort „beraten“ in Gebärdensprache. (Foto: Arne Dedert / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Gehörlose in Bayern können bei Notfällen von heute an wieder rund um die Uhr Dolmetscher für Gebärdensprache erreichen. Eine Notfallbereitschaft zwischen 17.00 Uhr und 8.00 Uhr an Werktagen sowie rund um die Uhr an Wochenenden und Feiertagen starte am heutigen Donnerstag, teilte das bayerische Sozialministerium mit. Damit seien Dolmetscher auch außerhalb der Geschäftszeiten der entsprechenden Vermittlungsstellen erreichbar.

Den Bereitschaftsdienst übernehmen der Bezirksverband der Hörgeschädigten Oberbayern und der Berufsfachverband der Gebärdensprachdolmetscher (BGSD) Bayern. Ein solches Angebot gab es im Freistaat als ehrenamtliches Projekt von 2013 bis 2018 schon einmal. Mangels Finanzierung wurde es aber beendet. Durch eine Förderung des Freistaats in Höhe von rund 15 000 Euro und Unterstützung durch die gesetzlichen Krankenkassen ist nun ein Neustart möglich.

„Wenn Menschen in Not geraten, ist schnelle Hilfe lebenswichtig“, sagte Bayern Sozialministerin Carolina Trautner (CSU). Auch gehörlose Menschen müssten im Notfall auf schnelle und professionelle Hilfe vertrauen können. Erreichbar sind die Dolmetscher unter einer kostenlosen Hotline mithilfe der TESS-App, eines Telefonvermittlungsdiensts für Gehörlose.

Infos und Erklärvideo des Landesverbands Bayern der Gehörlosen

Infos zur Tess-App

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