Neuer Diehl-Chef: erstmal an Konzern-Strategie festhalten

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Deutsche Presse-Agentur

Der neue Chef des Nürnberger Rüstungs- und Technologiekonzerns Diehl, Karl Tragl, will erstmal nichts an der Strategie des Familienunternehmens ändern. Er wolle sich erstmal ein Gesamtbild verschaffen, „bevor ich sagen kann, was es an Veränderungen und strategischen Themen geben kann“, sagte der 56-jährige am Dienstag in Nürnberg. Tragl rückte am 1. Mai an die Spitze des Vorstands und trat damit die Nachfolge von Thomas Diehl an, der im April 2017 gestorben war.

Tragl ist erst das zweite Nicht-Familienmitglied auf dem Chefposten von Diehl. Zuletzt führte in den 80er Jahren ein „Externer“ die Geschäfte des Unternehmens. Der Familienvater arbeitete bereits für Siemens und führte das Industrieunternehmen Bosch Rexroth. „Mein Herz schlägt für Industrie 4.0 und die Digitalisierung“, sagte Tragl. Er wolle Diehl nachhaltig weiterentwickeln, mit stetigen Innovationen und stärkerer Internationalisierung.

Die Diehl-Gruppe besteht aus fünf Teilkonzernen. Das Unternehmen gilt als einer der größten Luftfahrtausrüster und beliefert Firmen wie Airbus und Boeing. Daneben produziert der Konzern Wehrtechnik, darunter Lenkflugkörper, Halbzeuge, Zünder, elektronische Steuerungen und Messgeräte.

Im Jahr 2017 erwirtschaftete das Familienunternehmen einen Umsatz von 3,749 Milliarden Euro. Das ist ein Anstieg von 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mehr als 17 000 Mitarbeiter sind für den Konzern tätig. Dank voller Auftragsbücher wird für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatz von 3,8 Milliarden Euro erwartet.

Diehl-Mitteilung zu Tragl

Diehl-Geschäftsbericht 2017

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