Neuer Besucherrekord im Nürnberger Dokuzentrum

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Mit 311 588 Besuchern hat das zur Erinnerung an die Nazi-Verbrechen geschaffene Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg im vergangenen Jahr eine neue Höchstmarke gesetzt. Das gab Thomas Eser, der neue Direktor der zehn Museen der Stadt Nürnberg, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch bekannt. Damit war das Dokuzentrum das Nürnberger Museum mit dem größten Zuwachs und den meisten Gästen. Zum Vergleich: 2018 waren es 284 827 Besucher. Für die kommenden Jahre ist eine Neukonzeption der Dauerausstellung geplant, daher wird 2021 und 2022 nur eine kleinere Interimsausstellung gezeigt.

Rekorde stellten auch die anderen Häuser des Museumsverbunds auf, allen voran das Haus des Spiels in der Spielwarenhochburg Nürnberg. Insgesamt 798 394 Besucher kamen 2019 in die städtischen Museen, gut zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Wann mit dem Erweiterungsbau für das Memorium Nürnberger Prozesse begonnen werde, stehe wegen ungeklärter Kostenverteilung noch nicht fest. Einigkeit herrsche jedoch darüber, dass es zehn Jahre, nachdem es erstmals öffentliche Führungen durch den Saal 600 im Nürnberger Justizpalast gab, eine Erweiterung brauche. In dem Saal fanden einst unter den Augen der Weltöffentlichkeit die Nürnberger Prozesse gegen Nazi-Verbrecher statt.

Material zur Jahrespressekonferenz der Nürnberger Museen

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen