Nach P&R-Pleite: 51 000 Gläubiger müssen geduldig sein

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Deutsche Presse-Agentur

Die 51 000 Anleger der insolventen Containerinvestmentfirma P&R müssen sich in Geduld üben. Bis feststeht, auf wie viel Geld die Gläubiger hoffen können, wird noch einige Zeit vergehen. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Jaffé am Dienstag veröffentlichte. Die Vermarktung und Vermietung der Container über eine nicht insolvent gemeldete Schweizer P&R-Gesellschaft will der Insolvenzverwalter fortsetzen, um möglichst hohe Einnahmen zu erzielen. Unklar ist jedoch die Höhe des noch vorhandenen Vermögens - laut Jaffé fehlen bei den drei insolventen deutschen P&R-Gesellschaften die notwendigen Daten.

Jaffé appellierte an enttäuschte Anleger, auf Alleingänge beim Verkauf oder sonstige Verwertung der P&R-Container zu verzichten. Die Anleger hatten die Container gekauft, einige Jahre an Leasinggesellschaften sowie die Transportindustrie vermietet und dafür Mietzahlungen bekommen. P&R hatte versprochen, die Container am Ende der Vertragslaufzeit zurückzukaufen. Nach der ersten Bestandsaufnahme des Insolvenzverwalterteams verkaufte P&R in den vergangenen Jahren einen Teil der Containerbestände, um Mieten zu zahlen und die versprochenen Rückzahlungen an die Anleger überweisen zu können. Deswegen sind nun offensichtlich zu wenige Container im Portfolio, um die finanziellen Verpflichtungen gegen die Anleger noch zu erfüllen.

P&R

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