„Schönes Gefühl“: Möller Daehli erlöst 1. FC Nürnberg

Nikola Dovedan und Marco Thiede
Der Nürnberger Nikola Dovedan und der Karlsruher Marco Thiede (l-r.) in Aktion. (Foto: Uli Deck / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Nach dem Abpfiff ballte Last-Minute-Torschütze Mats Möller Daehli die Fäuste und strahlte übers ganze Gesicht. Mit seinem Abstaubertreffer hat der norwegische Winterneuzugang am Sonntag für den 1:0 (0:0)-Sieg der Franken beim Karlsruher SC gesorgt und dem „Club“ einen ersten Schritt aus der sportlichen Krise beschert. Der vorerst bis zum Saisonende vom KRC Genk ausgeliehene 25-Jährige war mit seinem Treffer in der 90. Minute der Matchwinner.

„So spät noch zu gewinnen, ist ein sehr schönes Gefühl. Es war kein schönes Fußballspiel, aber für uns extrem wichtig“, sagte der frühere St. Pauli-Profi Möller Daehli nach seinem ersten Treffer für die Franken. Torwart Christian Mathenia bezeichnete den Erfolg als „extrem wichtig. Die drei Punkte tun gut, aber wir haben uns direkt auf dem Platz eingeschworen, dass wir nächste Woche nachlegen wollen.“

Trainer Robert Klauß bilanzierte nach den drei Punkten: „Für unser Selbstvertrauen waren die wichtig.“ Sie müssten nun aber für das kommende Duell mit Eintracht Braunschweig „Ansporn“ sein.

Durch den zweiten Sieg im neuen Jahr rückte Klauß' Mannschaft ins untere Mittelfeld der 2. Fußball-Bundesliga vor und vergrößerte den Abstand auf einen direkten Abstiegsplatz auf acht Punkte. Damit dürfte vorerst auch der öffentliche Druck auf Klauß abnehmen, der von Sportvorstand Dieter Hecking gestärkt wird. Für den KSC war es hingegen die erste Niederlage nach zuvor acht Partien ohne Pleite.

Klauß änderte seine Startelf nach dem 1:2 gegen den FC St. Pauli auf vier Positionen. So durften im Sturm Dennis Borkowski und Torjäger Manuel Schäffler sowie in der Defensive Georg Margreitter und Kapitän Enrico Valentini wieder ran.

In einer schwachen Partie im Karlsruher Wildparkstadion hatte Fabian Nürnberger in der 21. Minute die lange Zeit größte Chance der Gäste, der 21-Jährige scheiterte jedoch mit einem Lupfer am stark reagierenden KSC-Torhüter Marius Gersbeck.

Der FCN hatte phasenweise große Probleme mit dem Karlsruher Rasen, der sich in extrem schlechtem Zustand befand. Ein flüssiges Spiel entwickelte sich dadurch nur selten. Doch all das dürfte den Franken egal sein, weil Möller Daehli kurz vor Schluss zur Stelle war. Schäffler scheiterte erst noch an Gersbeck, doch dann war der Winterneuzugang zur Stelle und ließ den „Club“ jubeln.

© dpa-infocom, dpa:210221-99-532958/3

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