Mehrere Menschen ertrunken: Polizei warnt vor dem Baden in Flüssen

Lesedauer: 4 Min
Tödliche Badeunfälle
Ein Schild "Nicht Baden - Gefährliche Strömung - Lebensgefahr!" warnt die Besucher. (Foto: Carsten Rehder/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
lby

Nach mehreren tödlichen Badeunfällen in Bayern hat die Polizei vor dem Schwimmen in Flüssen gewarnt. Das Baden sei wegen der hohen Wasserstände und Fließgeschwindigkeit besonders gefährlich, sagte eine Sprecherin am Montag. Auch wenn ein Fluss friedlich aussehe, dürfe man die Wucht von Unterwasserströmungen und Wasserwalzen nicht unterschätzen. Außerdem erhöhten herumtreibende Äste und Baumstämme die Verletzungsgefahr.

Die Helfer haben keine Hoffnung mehr auf die Rettung von zwei Vermissten in Oberbayern und Schwaben. Die Suche nach beiden wurde zunächst eingestellt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Ein 16-Jähriger war am Wochenende beim Baden im Lech bei Augsburg abgetrieben. Bei Weyarn (Landkreis Miesbach) war zudem ein 46-Jähriger in die Mangfall gestürzt und wurde mitgerissen.

In Augsburg wollten die Einsatzkräfte am Montagnachmittag noch einmal mit einer Drohne nach dem vermissten Jugendlichen suchen. Es gehe darum, die Leiche zu bergen, sagte ein Polizeisprecher. Hoffnungen, den 16-Jährigen noch lebend zu finden, gab es demnach nicht mehr. Mit einem Freund war der junge Mann am Sonntag bei Sonnenschein im Lech schwimmen gegangen. Sein Begleiter konnte sich ans Ufer retten, der 16-Jährige trieb ab.

An der Mangfall stellten die Helfer die Suche nach dem 46-Jährigen am Sonntagabend ein. Bei der hohen Fließgeschwindigkeit des Flusses „macht es wenig Sinn“, sagte ein Polizeisprecher. Die Leiche des Mannes könne schon bis in den Inn weitergetrieben sein. Auch vom Hubschrauber aus könnten die Beamten wenig sehen, weil die Mangfall sehr trüb sei.

Am Sonntag war es im Freistaat zu mehreren tödlichen Unfällen an Seen und Flüssen in Bayern gekommen. Ein 19-Jähriger starb nach einem Badeunfall im Neufahrner Mühlsee (Landkreis Freising). Am Schafirrsee in Ingolstadt-Gerolfing wurde ein 78-Jähriger leblos im Bereich einer Badestelle gefunden. Im Hamlarer Baggersee (Landkreis Donau-Ries) verunglückte ein 20-Jähriger im Wasser und starb wenige Stunden nach der Bergung durch Taucher in einer Klinik.

Alle Badestellen, Freibäder und Thermen in der Region

Temperaturangaben nur bei Freibädern mit beheizten Becken und verlässlichen Informationen. Preise Stand 11.4.2019. Teilen Sie uns Änderungen an online@schwaebische.de mit.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen