Angeklagter gesteht Vergewaltigungen und gedrehte Sexfilme

Deutsche Presse-Agentur

Im Prozess um heimlich gefilmte Sex-Videos und die Vergewaltigung mehrerer Frauen hat der Angeklagte vor dem Würzburger Landgericht über seinen Anwalt ein Geständnis abgelegt. Zuvor hatten sich die Prozessbeteiligten auf einen Strafrahmen verständigt, um das Verfahren abzukürzen und den Opfern eine Aussage zu ersparen.

Staatsanwaltschaft Tobias Knahn hatte zu Prozessbeginn am Dienstag angekündigt, ohne Geständnis des Angeklagten stelle er sich eine Haftstrafe „im deutlich zweistelligen Bereich“ vor.

Das Gericht um den Vorsitzenden Richter Thomas Schuster begrüßte die Absprache im Sinne einer Verfahrensverkürzung, die gerade bei Sexualstraftaten „den Opfern die traumatische Erfahrung erspart, ihre Erlebnisse im Zeugenstand schildern zu müssen“.

Die Kammer hatte dem Angeklagten für ein volles Geständnis eine Haftstrafe von siebeneinhalb bis zehn Jahren in Aussicht gestellt. Außerdem sei es in dem Fall unwahrscheinlicher, dass der Deutsche nach dem Verbüßen seiner Strafe zur Sicherungsverwahrung weiter im Gefängnis bleiben müsse, sagte der Vorsitzende Richter.

Der Prozess gegen den 31-Jährigen war bereits im vergangenen Sommer gestartet, wurde aber neu aufgerollt, weil sich weitere mögliche Opfer im Zuge des Verfahrens gemeldet hatten.

Der ehemalige Lehramt-Student hatte seine Bekanntschaften unter anderem über Dating-Plattformen wie Tinder oder Lovoo kennengelernt. Vor Gericht gab der Hobby-Kickboxer damals schon zu, beim Sex mit einer Laptop-Kamera oder dem Handy gefilmt zu haben - ohne das Wissen der Betroffenen.

© dpa-infocom, dpa:210222-99-547457/3

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Schriftzug Polizei

Zeugen gesucht: Männer entreißen Leine und werfen Hund in Fluss

Die Polizei sucht nach zwei jungen Männern, die in Kenzingen (Kreis Emmendingen) einen Hund in einen Fluss geworfen haben sollen. Der Hund sei rund 40 bis 80 Meter abgetrieben worden, habe aber leicht verletzt und mit einer leichten Unterkühlung von der Feuerwehr gerettet werden können, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Ein Tierschutzverein hat nun eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt. Nach einem Zeugenaufruf hätten sich bereits einige Menschen gemeldet, teilte ein Sprecher der Polizei mit.

EU-Sondergipfel zur Corona-Pandemie

Corona-Newsblog: Merkel will EU-Impfpass in den nächsten drei Monaten

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 11.700 (313.518 Gesamt - ca. 293.800 Genesene - 8.005 Verstorbene) Todesfälle Baden-Württemberg: 8.005 Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 47,7 Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 119.000 (2.414.

Ab Maerz soll es kostenlose Schnelltests fuer alle Buerger geben

Baden-Württemberg verschärft Quarantäne-Regeln drastisch

Die baden-württembergische Landesregierung verschärft die Quarantäne-Regeln und reagiert damit auf die sich weiter ausbreitenden Virus-Mutationen, vor allem die britische Variante B1.1.7.

In der "Lenkungsgruppe SARS-Cov-2" wurde beschlossen, die zuletzt geltenden Quarantäne-Regeln signifikant zu verschärfen.

14 statt zehn Tage Quarantäne Bislang mussten Personen, die in direktem Kontakt zu einer infizierten Person standen und sich dabei einem sehr hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt hatten (Kategorie 1) für zehn Tage in ...

Mehr Themen