Mann stirbt durch Unwetter in Garmisch-Partenkirchen

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Überschwemmungen in Rettenberg
Nach starken Regenfällen begutachten Feuerwehrleute eine durch Wassermassen beschädigte Straße im Ortsteil Kranzegg. (Foto: Benjamin Liss / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Bei Unwettern in Teilen Bayerns ist am Dienstag ein Mann ums Leben gekommen. Der 52-Jährige wurde in Garmisch-Partenkirchen vom Fluss Partnach mitgerissen, wie ein Polizeisprecher sagte. Rettungskräfte hatten zuvor mehrere Stunden im wegen Starkregens angeschwollenen Fluss nach dem Mann gesucht. Heftiger Regen verursachte am Dienstag in Teilen Oberbayerns, Schwabens und Niederbayerns überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller.

In Niederbayern waren die Feuerwehren am späten Abend im Dauereinsatz. Wie ein Polizeisprecher sagte, wurden Straßen überschwemmt, Autos weggespült, Keller geflutet und Bäume umgestürzt. In Bischofsmais (Landkreis Regen) schlug ein Blitz in einen Carport ein. Der Carport und das Auto brannten ab. In Mauth (Landkreis Freyung-Grafenau) habe die Gefahr bestanden, dass ein komplettes Sägewerk weggeschwemmt wird. Die Feuerwehr musste sich zurückziehen. „Wir haben diese Unwetterzelle, die sich über Niederbayern dreht“, sagte der Polizeisprecher. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen keine.

Schwere Unwetter in der Region
Die Wassermassen drücken sogar aus der Kanalisation hoch auf die Straße. Gegen 18 Uhr bringt ein Unwetter mancherorts über 40 bis 70 Liter Regen pro Quadratmeter. Bei den Polizeipräsidien in Ulm und Aalen gehen am Abend insgesamt über 200 unwetterbedingte Notrufe ein.

In Rettenberg im Oberallgäu wurden am Dienstagnachmittag mehrere Häuser teilweise überschwemmt, wie ein Polizeisprecher sagte. Straßen seien von Wasser, Geröll und Schlamm überflutet worden. „Die Feuerwehr wird mit Sicherheit noch vor Ort sein“, sagte der Sprecher am späten Abend. Die Gebäudeschäden würden erst bei Tagesanbruch absehbar.

In Oberbayern habe es diverse Einsätze wegen umgestürzter Bäume und gefluteter Fahrbahnen gegeben, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rosenheim am Abend. Vor allem die Landkreise Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau waren betroffen. Es habe einige Unfälle wegen Aquaplanings gegeben. Dabei wurden mehrere Personen leicht verletzt.

In Garmisch-Partenkirchen war eine Schülergruppe zeitweise in der Partnachklamm vom Wasser eingeschlossen, konnte sich laut Polizeiangaben aber selbst wieder befreien.

Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) rechneten in der Nacht zum Mittwoch weiterhin mit schweren Gewittern in Niederbayern, Oberbayern, der Oberpfalz und Schwaben.

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