Mann soll Mädchen auf Parkplätzen zum Sex angeboten haben

Justita-Statue
Eine Statue der Justitia hält eine Waagschale. (Foto: Stefan Puchner / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Ein Mädchen aus Unterfranken soll vom Freund seiner Mutter anderen Männern zum Sex angeboten worden sein: Vom kommenden Montag (26. April) an muss sich der 49-Jährige wegen schweren sexuellen Missbrauchs und Zwangsprostitution vor dem Landgericht Schweinfurt verantworten. Sechs Verhandlungstage sind nach Gerichtsangaben geplant. Mitte Mai könnte das Urteil gesprochen werden.

Mindestens zwei Männer sollen das auf einem Autobahnparkplatz gemachte Angebot des Angeklagten angenommen und das Mädchen missbraucht haben. Einer wurde gefasst und muss sich in einem gesonderten Verfahren verantworten.

Der Lebensgefährte der Kindsmutter soll sich auch selbst vielfach an dem Mädchen vergangen haben. Zudem ist er wegen Anstiftung zum Kindesmissbrauch angeklagt. Laut Staatsanwaltschaft ist er weitgehend geständig.

Die Mutter der Schülerin soll von etlichen Übergriffen ihres Partners gewusst und diese toleriert haben. Die 39-Jährige sitzt wegen Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern durch Unterlassen in Untersuchungshaft - ihr Prozess wurde von dem ihres Partners abgetrennt. Ein Termin steht noch nicht fest.

Das Mädchen soll neun Jahre alt gewesen sein, als der Angeklagte angefangen haben soll, es sexuell zu missbrauchen. Nach Polizeiangaben handelt es sich um eine Vielzahl von Übergriffen von Ende 2018 bis Juli 2020 vorwiegend in einer Wohnung. Teilweise wurden davon Bilder und Videos angefertigt. Zum Schutz des mutmaßlichen Opfers sind die genauen Tatorte nicht öffentlich bekannt.

Die Ermittlungen kamen durch einen Lastwagenfahrer ins Rollen, dem der 49-Jährige im vergangenen Jahr auf einem Parkplatz an einer Autobahn in Unterfranken sexuelle Dienstleistungen von der Minderjährigen angeboten haben soll - gegen Geld.

In mindestens zwei Fällen soll der Angeklagte das Kind einem 50-Jährigen für sexuelle Handlungen überlassen haben. Dieser Mann soll sich vom 26. Mai an vor dem Landgericht verantworten. Er war im September 2020 festgenommen worden und sitzt seither wegen des Verdachts der Verbreitung pornografischer Schriften und Kindesmissbrauchs in zwei Fällen in Untersuchungshaft.

Der Fall erinnert an den Missbrauchskomplex Staufen in Baden-Württemberg. Im Januar 2018 waren die Verbrechen an einem Jungen aus dem Ort bekanntgeworden und hatten bundesweit Entsetzen ausgelöst. Seine Mutter und ihr Freund hatten das Kind über zwei Jahre vergewaltigt und anderen Männern aus dem In- und Ausland gegen Geld für schwere sexuelle Gewalttaten überlassen.

© dpa-infocom, dpa:210422-99-303437/3

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