Lokführer verlangt nach Suizidversuch Schmerzensgeld

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Justitia
Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. (Foto: Volker Hartmann/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Ein Mann stürzt sich vor eine S-Bahn und überlebt, nun soll er Schadenersatz und Schmerzensgeld an den Lokführer zahlen. Zehn Monate nach der Entscheidung des Landgerichts München II rollt das Oberlandesgericht München heute den Fall in einem Berufungsverfahren neu auf.

Der Senat wird prüfen, ob der Beklagte für den Schaden haftbar gemacht werden kann. Das Landgericht verpflichtete ihn beziehungsweise seine Haftpflichtversicherung zu den Zahlungen, obwohl es den Mann zum Zeitpunkt des Selbstmordversuchs im Oktober 2011 für nicht zurechnungsfähig befand.

Nach dem Suizidversuch bekam der Lokführer in erster Instanz Schadenersatz in Höhe von rund 6900 Euro und Schmerzensgeld in Höhe von 7500 Euro zugesprochen. Einem Gutachten zufolge hat der Bahnmitarbeiter seit dem Vorfall psychische Probleme.

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